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Spektakuläre Dachkonstruktion für Fußballstadion Essen

03.02.2012

Das neue Fußballstadion Essen erhält die Dachkonstruktion von der österreichischen Unger Steel Group. Ankick für den Montagestart war am 23. Jänner 2012.

Die Generalplaner W+P Gesellschaft für Projektabwicklung GmbH und die Architekten Plan Forward GmbH sorgten dafür, dass das Stadion Essen bereits vor Baubeginn als imponierender wie gefälliger architektonischer Bau galt, der für Aufsehen sorgen wird: Insbesondere die markante Dachkonstruktion der modernen Fußballstätte wird bereits von der Ferne als optischer Eyecatcher gut sichtbar sein und einen deutlichen, visuellen Anreiz schaffen. Das Fachwerkdach läuft an beiden horizontalen Enden spitz aus und gewährleistet so einen nach den statischen Anforderungen optimierten Einsatz des Baustoffes Stahl. Damit wird nicht nur höchste Stabilität und Belastbarkeit gewährleistet sondern auch visuell eine ansprechende, leicht und transparent wirkende sowie zukunftsweisende Optik mit starker, positiver Signalwirkung für den Lieblingssport von Deutschland erzielt.

 

Unger zeichnet für die gesamte Tragkonstruktion der Stadionüberdachung verantwortlich. Das Stadion erstreckt sich längs auf 338m und quer auf 298m. Allein die benötigte Netto-Dachfläche im Stahlbau beläuft sich auf beachtliche 14.700m² mit einer Tonnage von 1.300 im konstruktiven Stahlbau. Diese Tonnenangabe entspricht vergleichsweise der Kuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin. Die Montage selbst wird in zwei Phasen durchgeführt. Der Ankick für die erste Montagephase ist mit 23.

Jänner 2012 geplant. Von Jänner bis April 2012 werden 1.050 Tonnen Stahl verarbeitet. In der im Frühjahr 2013 folgenden zweiten Montagephase folgen nochmals 250 Tonnen Stahl nach.

Die geplante Fertigstellung der Stahlbauarbeiten ist direkt im Anschluss ebenso mit Frühjahr 2013 angesetzt. Die im Gesamtbild elegant und leicht wirkende Dachkonstruktion besteht aus geschweißten Fachwerken aus drei vorgefertigten Hauptteilen, die vor Ort zu einem 39 Meter langen Bauteil zusammengefügt werden. Das Dachfachwerk wird an die insgesamt 40 Pylonen (Stützen) gehängt.

Nach der Montage ragen diese Pylonen eindrucksvolle 27 Meter über das Spielfeld als optisches Highlight weit hinaus und bilden ein weithin sichtbares und markantes Symbol für die Beliebtheit und Zukunftsorientiertheit des deutschen Fußballsports.

 

Eine besondere Herausforderung stellt alleine die Logistik der hohen Anzahl von insgesamt 2.000 Bauteilen dar. Die Taktung der Montage bedeutet höchste Präzisionsarbeit und von ihr hängt der planmäßige Ablauf des Bauvorhabens maßgeblich ab. 25.000m² Beschichtungsfläche - das entspricht der Oberfläche von 160.250 Fußbällen - sind winterlichen Temperaturen ausgesetzt.

Montagearbeiten unter diesen anspruchsvollen Rahmenbedingungen erfordern ein Maximum an logistischer Präzision und ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit aller Beteiligten.

„Die Unger Steel Group investiert von der Planung bis zur Montage der letzten Schraube ca. 32.000 Arbeitsstunden und an der Gesamtleistung arbeiten rund 70 beteiligte Spezialisten. Dabei werden 30.000 Einzelteile in der Werkstatt bearbeitet und an ihrem Bestimmungsort gebracht und montiert.

Unger ist hier genau der richtige Partner - aufgrund der jahrzehntelangen Expertise in herausfordernden Projekten haben wir für das Stadion Essen exakt die Erfahrung sowohl in der Planung als auch in der Umsetzung“, erklärt Bernd Mühl, Geschäftsbereichsleiter Stahlbau der Unger Steel Group.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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