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Stabiler Aufwärtstrend

29.01.2010

Zurückhaltend optimistisch blicken Experten in die Zukunft des Immobilienmarktes für 2010. Bereits Ende vergangenen Jahres war ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, der voraussichtlich weiterhin anhalten wird.

Nach dem wirtschaftlich turbulenten Jahr 2009 prognostizieren Experten einen steten Aufwärtstrend. Zwar wird sich die Lage am Immobiliensektor nicht von heute auf morgen verbessern, dennoch ist der Blick in die Zukunft grundsätzlich positiv. Wichtige Impulse und Anreize werden jedenfalls gefordert, wie etwa auch Udo Weinberger, Präsident des Österreichischen Verbandes der Immobilientreuhänder, unterstreicht: „In wirtschaftlich unruhigen Zeiten ist Sicherheit und Vertrauen das oberste Gebot. Speziell die Politik ist daher aufgerufen, die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und nicht durch einseitige Maßnahmen im Mietrecht das Vertrauen in den Investitionsstandort Österreich zu gefährden“, so Weinberger.

Vor allem Investitionen in der Immobilienwirtschaft ließen 2009 stark nach. „Die reduzierte Nachfrage insbesondere bei den gewerblichen Immobilien führt zu einem Rückgang der Investitionen, die Auftragsbestände im Hoch- und Tiefbau sinken. Selbst der bislang stabilisierende Wohnbau zeigt sich derzeit rückläufig“, erläutert Klaus Wolfinger, Bauträgersprecher des ÖVI. „Große Potenziale liegen indes in der Sanierung des Gebäudebestands. Trotz massiver Investitionen in den Ausstattungszustand der Wohnungen und Gebäude ist der Bedarf an umfassenden Gebäudesanierungen jedoch weiterhin beachtlich. Insbesondere im Bereich der thermischen Verbesserung der Gebäude gibt es enormes Sanierungspotenzial“, ist Wolfinger überzeugt.

Nationale Investoren
Mit 77 Prozent heimischer Investoren im Jahr 2009 in Österreich sind die Österreicher mit Abstand die größte Gruppe der Investoren. „Internationale Investoren konzentrierten sich ab Beginn der Krise auf volatile Märkte wie London oder Paris und schätzten die moderaten Renditen in Österreich wenig“, erklärt Andreas Ridder, Geschäftsführer CB Richard Ellis Österreich. „Der Jahresverlauf bei den Investments in Österreich korrespondiert mit jenem in fast ganz Europa, wo das 4. Quartal ebenfalls das stärkste war, in dem rund 40 Prozent der Abschlüsse getätigt wurden“, analysiert Ridder. Nichtsdestotrotz erfuhr der Immobilieninvestmentmarkt in ganz Europa einen massiven Rückgang.

Zurückhaltender Optimismus
Auch Ridder blickt optimistisch in die Zukunft: „Die bereits deutlich stärkere Nachfrage nach Immobilieninvestments in Europa Ende 2009 dürfte sich 2010 fortsetzen. Es ist auch ein europäischer Trend in Richtung Qualität und Langfristigkeit festzustellen“, so Ridder. Anton Holzapfel, Geschäftsführer ÖVI, stimmt hier mit ein: „Der Investmentmarkt zeigt nach einem Einbruch in letzter Zeit wieder positive Entwicklungen und eine Zunahme der Nachfrage an hochwertigen Immobilien. Insbesondere für sicherheitsorientierte Anleger – allen voran deutsche Investoren und Fonds – ist der österreichische Markt von Interesse. Für 2010 wird mit einem deutlich steigenden Transaktionsvolumen gerechnet. Gefragt sind insbesondere Wohnimmobilien in guten Lagen und vollvermietete Büroimmobilien“, so Holzapfel. Ebenso zuversichtlich, wenn auch vorsichtig zeigt sich Andreas Wollein, Maklersprecher ÖVI, bei seinen Einschätzungen zum Immobilienmarkt. „Der Österreichische Immobilienmarkt erweist sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen als weitgehend stabil. Im ersten Halbjahr 2009 wurden rund acht Milliarden Euro in Immobilienkäufe investiert. Immobilien erweisen sich nach wie vor als bevorzugte Investmentalternative“, ist Wollein überzeugt.

Die Nachfrage nach guten Immobilien in guten Lagen ist ebenfalls nach wie vor stabil. Investitionen in hochwertige Qualität sind somit ungebrochen. Anders sieht es bei klassischen Wohnimmobilien in weniger gefragten Lagen aus, hier ist die Situation ungleich schwieriger. „Dazu kommt, dass Eigenheimfinanzierungen höhere Eigenkapitalsicherungen verlangen“, so Wollein.
Zusammenfassend sind sich die Experten einig darüber, dass in den letzten Monaten Einbußen und Rückgänge am Immobilien- und Investmentmarkt zu verzeichnen waren, aber bereits das 4. Quartal 2009 zuversichtlich stimmen lässt, dass der Markt sich erholt und der Aufwärtstrend bereits eingesetzt hat.

( Redaktion: Diana Danbauer, Die Bauzeitung)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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