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Das steirische Start-up Zutuun will mit seiner neuen Plattform dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Start-up sagt Fachkräftemangel den Kampf an

10.11.2020

Das steirische Start-up Zutuun will künftig mit seinem neuem Netzwerk den Fachkräftemangel bei handwerklichen Berufen in den Griff bekommen. 

Über Zutuun

Zutuun sieht sich als Vermittler von Interessen – im Sinne von Auftrags- und Produktivitätssteigerung sowie für einen gesteigerten Mehrwert. Das Start-up legt laut eigenen Angaben sein Hauptaugenmerk auf zwei Säulen, nämlich Unternehmen aus dem Bau- und Baunebengewerbe digital miteinander zu vernetzen, um einerseits vorhande Auftragsvolumina frist- und fachgerecht zu erfüllen und andererseits die Auslastung der einzelnen Mitarbeiter über das ganze Jahr zu sichern

Der Trend ist klar zu erkennen, er führt immer mehr hin zu akademischer Ausbildung und Studium – immer weiter weg von handwerklichen Berufen. Alleine in Österreich war bereits 2019 das Fehlen von 162.000 Fachkräften zu verzeichnen. Drastische Zahlen, die bereits für 87 Prozent der Betriebe spürbar sind und die Tendenz ist weiter steigend. „Die Ressourcenplanung in den Fachbetrieben ist heute enorm schwierig geworden, zum einen sind die Zeitpläne für Projekte eng – da braucht man jede verfügbare Fachkraft – zum anderen verschieben sich Projekte häufig von einem Tag auf den anderen, es entstehen Stehzeiten“sagt Jasmin Überbacher, Mitbegründerin von ZUTUUN, eine Plattform für Handwerksbetriebe in Österreich und Deutschland. 

Stillständen entgegenwirken

Und genau hier will das Start-up ansetzen. Unternehmen haben über das Netzwerk die Chance, sich zu vernetzen und die vorhandenen Ressourcen effizient und bestmöglich zu nutzen. Dabei können Fachkräfte aus verschiedensten Gewerken für eine zeitlich begrenzte bzw. eine projektbezogene Periode angeboten oder auch gesucht werden, um damit Stillständen schnell und effizient entgegenzuwirken. So können beispielsweise Kleinstunternehmen mit handwerklichem Know-how den großen Unternehmen mit guten Kundenbeziehungen helfen, Aufträge fachgerecht und termingetreu umzusetzen. „Werden die vorhandenen Ressourcen optimal ausgeschöpft, kann man dadurch sowohl Stehzeiten und Auftragsmangel als auch Fachkräftemangel weitgehend verhindern bzw. ausgleichen", ist sich Überbacher sicher.

Halbe Million im Netzwerk

Damit die Plattform flächendeckend wachsen kann, werden rund eine halbe Million Handwerker aus dem europäischen Raum eingeladen sich an dem Netzwerk zu beteiligen. „Wenn es uns gelingt, dieses Volumen miteinander zu vernetzen, können auf der einen Seite viele Aufträge nicht nur rascher und qualitativ hochwertiger, sondern überhaupt abgewickelt werden und auf der anderen Seite die Produktivität der Beschäftigten innerhalb der einzelnen Unternehmen deutlich gesteigert werden.“

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