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Wohnbauförderungs- und Baubewilligungsstatistik 2019: Förderausgaben stark rückläufig, Wohnungsbewilligungen auf hohem Niveau.

Statistik: Wohnbau- und Sanierungsförderung stark rückläufig

29.09.2020

Die Ergebnisse der aktuellen Wohnbauförderungsstatistik, die vom Fachverband der Stein- und keramischen Industrie jährlich mit dem Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen (IIBW) durchgeführt wird, zeigen, dass sich die Wohnungsbewilligungen seit mehreren Jahren auf hohem Niveau halten - und das bei stetig sinkenden Förderungszahlen.

Mit 79.000 baubewilligten Wohneinheiten im Jahr 2019 wurde der historische Höchstwert von 2017 (82.000 Wohneinheiten) nur knapp verfehlt – wobei längst nicht jede Baubewilligung tatsächlich zu einem Neubau führt. Zwanzig Jahre lang, von Mitte der 1990er bis Mitte der 2010er Jahre, war die Wohnbauförderung in weitgehend konstanter Höhe von EUR 2,4 bis 3,0 Mrd. dotiert. Seither sind die Förderungsausgaben stark rückläufig, unterschritten 2019 – erstmals seit fast 30 Jahren – die 2-Milliarden-Marke und liegen um 19% unter dem zehnjährigen Durchschnitt. „Damit verliert ein wichtigstes wohnungspolitisches Lenkungsinstrument zunehmend an Bedeutung. In den 1990er Jahren wurden noch etwa 1,3% des BIP für wohnungspolitische Maßnahmen ausgegeben, 2019 waren es nur noch 0,4%. Damit liegt Österreich bei den wohnungspolitischen Ausgaben im europäischen Vergleich im unteren Drittel“, so Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands Steine-Keramik.

Gleichzeitig ist auch die Belebung der Sanierung nicht in Sicht: Die Sanierungsförderung sank 2019 weiter und lag mit etwa 470 Mio. Euro um ein Viertel unter dem zehnjährigen Durchschnitt, gegenüber dem Höchstwert von 2010 waren es sogar -43%. Geförderte, ungeförderte, umfassende und äquivalente Einzelmaßnahmen erreichen derzeit eine Rate von 1,4%. „Zur Erreichung einer Dekarbonisierung des Wohnungsbestands bis 2040, wie im aktuellen Regierungsprogramm festgeschrieben, ist eine Sanierungsrate von knapp 3% p.a. nötig. Mit der derzeitigen Rate von 1,4% sind wir davon noch weit entfernt“, betont Fachverbandsobmann Robert Schmid und sieht deshalb dringen Handlungsbedarf.

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