Direkt zum Inhalt

Steirische Winterbauoffensive

17.11.2010

Seit dem Jahre 1996 gibt es für Maßnahmen zur Erzielung von Beschäftigungseffekten im Baugewerbe in den Wintermonaten die sogenannte „Winterbauoffensive“, eine steirische Initiative der Sozialpartner und des Landes Steiermark. Tirol hat für diesen Winter als erstes weiteres Bundesland eine ähnliche Offensive geplant.

Ziel dieser Förderungsaktionen ist es, die nach wie vor bestehende Konjunkturschwäche der Bauwirtschaft, aber auch den seit einigen Jahren beobachteten Trend eines verzögerten Baubeginns und die damit verbundene schlechte Auslastung der Bauwirtschaft zu bekämpfen.  

 

Gefördert werden Bauinvestitionen von KMUs welche in den Wintermonaten in Betriebserweiterung, Sanierung und Schaffung von  neuen Arbeits- und Lehrplätzen investieren. Die maximale Förderhöhe beträgt 50.000 Euro bzw. 20 % der Bauinvestitionen.

Das Konjunkturforum Bau ist für die Abwicklung und Erarbeitung der Richtlinien zuständig. Gefördert werden nur jene Projekte, welche den Richtlinien auf Grund einer Punktebewertung am Besten entsprechen und im Rahmen des Fördervolumens liegen.

 

Winterbauoffensive 2010

Aus den Förderungsmitteln der Winterbauoffensive 2010 konnten 22 Projekte eine Förderungszusage in der Höhe von insgesamt € 1,0 Mio erhalten. Bei allen 22 zugesicherten Projekten erfolgte der Baubeginn termingerecht und so konnten alle, bis auf 6 Projekte, bei welchen es aufgrund des langen Winters zu geringfügigen Verzögerungen gekommen ist, mit 31.05.2010 abgeschlossen werden.

 

Erstmalig wurden von ALLEN Förderungsnehmern zusätzliche Dauerarbeits- bzw. Lehrlingausbildungsplätze zugesichert. In Summe werden durch die WBO 2010 daher 98 neue Arbeitsplätze geschaffen, wovon 20 davon Lehrlingsausbildungsplätze sind. Die voraussichtlich ausgelösten Investitionen betragen € 10,4 Mio mit einem mittleren Förderungssatz von 9,6 %. Die Anzahl der in diesem Förderungszeitraum durchschnittlich am Bau Beschäftigten beträgt ca. 450 Arbeitnehmer.

 

Abschließend kann gesagt werden, dass sich die diesjährige Gewichtung der Bewertungskriterien durchaus bewährt hat, sodass die Zielsetzungen der Winterbauoffensive 2010 erreicht werden konnten.

 

Die Winterbauoffensiven 2006 – 2008 waren mit jeweils 1 Mio.Euro dotiert.

Durchschnittlich wurden pro Jahr rund 80 Förderanträge eingereicht, wobei 24 eine nicht rückzahlbare Förderung nach Abwicklung und Rechnungslegung erhielten. Etwa 800 Bauarbeiter können durch diese Maßnahmen beschäftigt werden. Aufgrund der Vorgaben des Wirtschaftsressorts, den Fokus auf innovative Projekte zu legen, werden durch die Winterbauoffensive jährlich auch etwa 100 bis 150 Arbeitsplätze sowie etwa 25 Lehrplätze neu geschaffen!

  

Übrigens …

 

Mit 1 Mio. Euro Fördermittel wurden

•         12,76 Mio. Euro an Privatkapital investiert (~ FÖ-Satz 7,8%)

•         547 Bauarbeiter im Winter durchbeschäftigt

•         1,837 Mio. Euro an Arbeitslosengeld eingespart

•         166 Arbeitsplätze neu geschaffen, davon 22 Lehrplätze

•         1,7 Mio Euro Beiträge zur Sozialversicherung und an Lohnsteuer

Nicht eingerecht sind Steuereinnahmen aus der Umwegrentabilität durch Bauinvestitionen (2,55 Mio.), Kaufkraftsteigerung durch mehr Einkommen der AN sowie Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in den Neben- und Zulieferbranchen.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

News
02.04.2012

Die Bau-Sozialpartnerschaften machen mobil: Laut einer neuen Kampagne müssen ohne notwendige Sanierungsmaßnahmen 40 Prozent der steirischen Straßen gesperrt werden.

News
06.10.2011

Eine Serie von Neueröffnungen startet der Großhandelskonzern Würth. Die Filialen Leibnitz-Gralla, Wolfsberg und Neusiedl am See machen bis 1. November den Anfang, bis Mitte nächsten Jahres sind ...

News
12.09.2011

Ulrich Paulmann, Geschäftsführer des Baustoffhändlers Quester, will mit der "Initiative pro Bauen" die heimische Baubranche von der Abhängigkeit gegenüber öffentlichen Geldförderungen wegbringen ...

News
07.09.2011

Die Asfinag wendet heuer 70 Millionen Euro für Sanierungen bestehender Schnellstraßen in der Steiermark auf, bis 2017 soll weiteres Geld im dreistelligen Millionenbereich in den Bereich gehen. ...

News
18.08.2011

Im Juli 2011 wurde ein neues Arbeitsprogramm für dieBeantragung von EU-geförderten Forschungsvorhabenim 7. Rahmenprogramm (FP7) veröffentlicht. Firmen sind aufgerufen zurEinreichung von ...

Werbung