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Stolze Vorgaben

27.11.2013

Der neue Volvo-Vertriebspartner Ascendum will die Umsätze und den Gewinn kräftig steigern. Die neuen Märkte in Zentraleuropa sollen dazu beitragen.

Die Volvo CE Central Europe Group in Salzburg seit Anfang Oktober fest in portugiesischer Hand. Um 55 Millionen Euro hat der Ascendum-Konzern die Vertriebsorganisation übernommen. Um das Vertrauen seiner Kunden in den neuen Eigentümer zu stärken, lud Ascendum  Fachjournalisten aus mehreren zentral­europäischen Ländern in das Technischen Museum Wien ein und informierte über den Deal und vor allem über das Unternehmen selbst. Paulo Mieiro, Mitglied der Eigentümerfamilie in dritter Generation und Vorstandsmitglied von Ascendum, erzählte fast eine Stunde über den Familienbetrieb.

 

Von Autos zu Baumaschinen

Die Ascendum-Geschichte begann 1959 mit einem Volvo-Autohandel in der portugiesischen Universitätsstadt Coimbra. ASC – Auto-Sueco Coimbra –, die ersten drei Buchstaben des Firmennamens, erinnern noch heute an die Ursprünge. Neben Volvo-Pkws wurden bald auch die Baumaschinen des schwedischen Konzerns vertrieben. Der kleine Betrieb entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem gewichtigen Anbieter von Maschinen und Fahrzeugen.

 

Die Erfahrungen aus dem Jahr nach der Lehman Brothers Pleite war für die Eigentümerfamilie offensichtlich Antrieb, auf Expansion zu setzen und so vom Markt auf der iberischen Halbinsel unabhängiger zu werden. Man engagierte sich in den Folgejahren in der Türkei, Mexiko und den USA. Die Performance der Portugiesen scheint bei Volvo Eindruck gemacht zu haben. Die Übernahme der Volvo CE Central Europe Group durch Ascendum beruht zweifellos auf Vertrauen in die Managementfähigkeiten der Portugiesen.

 

Eine Milliarde angepeilt

Jetzt will sich Ascendum einmal Zeit nehmen, die Expansion zu verdauen, sagte Paulo Mieiro im Technischen Museum. Die Umsatzerwartungen für die Zukunft sind jedenfalls hoch. Setzte der Konzern im Vorjahr 500,4 Millionen Euro um (ein Plus von drei Prozent gegenüber 2011), will man 2018 die Milliardengrenze erreichen. Schon für das kommende Jahr erwartet Mieiro einen Umsatz von 750 Millionen Euro. Die die neue zentraleuropäische Gruppe in Salzburg (sie erzielte im Vorjahr 100 Millionen Euro Umsatz) soll dazu vermutlich nicht unwesentlich beitragen. Beim Ebit, wo im Vorjahr aufgrund höhere Betriebsausgaben und ungünstiger Wechselkurse ein Rückgang von fast 40 Prozent auf 26,1 Millionen Euro hingenommen werden musste, hofft Mieiro für 2014 auf eine Steigerung auf rund 60 Millionen Euro.

 

Eine stolze Vorgabe, denn so richtig prächtig läuft es am Baumaschinenmarkt derzeit nicht. Volvo Construction Equipment musste im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von sieben Prozent hinnehmen. Bei der Mutter Volvo-Group war das Minus mit fünf Prozent etwas geringer. Auch personell gibt es an der Spitze der Volvo Construction Equipment Änderungen. Der oberste Boss Pat Olney hat sich im Oktober entschlossen, den schwedischen Konzern zu verlassen und in die USA zurückzukehren. Seine Nachfolge wird mit 1. Jänner Martin Weissburg antreten. Er leitet zuletzt Volvo Financial Service und kennt damit den Volvo-Baumaschinenhandel bestens. Die Börsianer scheinen Weissburg jedenfalls zu vertrauen. Als am 18. November seine Bestellung bekanntgegeben wurde, ging es mit dem Kurs der Volvo-Aktie leicht aufwärts.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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