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Die Strabag realisiert ein neues Sozial- und Gesundheitszentrum, das Cape 10, in BIM 5D.

Strabag auf 5D-Kurs

14.01.2020

Zeit, Prozesse, Material, Kosten - die Strabag realisiert nahe dem Wiener Hauptbahnhof ein Gesundheitszentrum in BIM 5D.

Cape 10: Vom Rendering (Bild 1) über das 3D-Architekturmodell (Bild 2) bis hin zum BIM-5D Rohbaumodell.

Mit BIM 5D will sich die Strabag als Digitalisierungsvorreiter der Baubranche beweisen. Nicht umsonst wurde auch der Strabag-SE-Vorstand in diesem Jahr mit Klemens Haselsteiner um den Bereich Digitalisierung erweitert. Umgesetzt werden soll BIM 5D nun auch am neuen Sozial- und Gesundheitszentrum, Cape 10, nahe dem Wiener Hauptbahnhof. „In dieses außergewöhnliche Bauvorhaben wollen wir als Baufirma die neuesten Methoden und Arbeitsweisen einbringen. Der Totalunternehmervertrag eröffnet uns die Chance, mit BIM 5D das Optimum von der Planung bis zum Bau herauszuholen, da wir alle dafür notwendigen Schnittstellen koordinieren können", sagt Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der Strabag SE.

Digitales Gebäudemodell mit allen Informationen gefüttert

Bei BIM 5D geht es darum, das übliche 3D-Modell um die Dimensionen Zeit/Prozesse (4D) und Material/Kosten (5D) anzureichern. Bei einem Bauprojekt sind viele unterschiedliche Gewerke und Subunternehmen beteiligt. Um das Modell mit allen notwendigen Informationen füttern zu können, bedarf es einer guten Koordination der Schnittstellen. „Für Cape 10 ­haben wir einen Statiker gefunden, der unseren eigenen BIM-5D-Bauteilkatalog für die ­Erstellung des Rohbaumodells verwendet hat. Im Bauteil­katalog haben wir nicht nur die geometrischen Daten einer Wand oder einer Säule hinterlegt, sondern auch Daten bezüglich der Bewehrung oder Güte des ­Betons und zwar in einer standardisierten Weise. So kann nun unser Baustellenteam optimal mit dem Rohbau­modell arbeiten“, erklärt Christian Reiter, BIM-5D-Manager für Cape 10.

Das vorliegende BIM-5D.Modell wird ständig weiterentwickelt. Die Strabag-interne TGA-Abteilung führte am Rohbaumodell eine Prüfung der Leitungsführung durch; sie sorgte also dafür, dass für alle geplanten Leitungen die richtigen Auslässe vorgesehen sind – eine Auswertung, die im BIM-5D-Modell selbst bei komplexen Bauvorhaben in kürzester Zeit durchgeführt werden kann. Ein solches Modell ist allerdings nicht nur während Planung und Bau von Nutzen, es kann auch in der Betriebsphase eingesetzt werden, wie etwa ein Strabag-Projekt für Siemens in der Schweiz zeigte.

Totalunternehmer mit Vorteilen

Im Dezember wurden bereits die Betonierarbeiten des Untergeschoßes abgeschlossen – geplant ist, im ­Jänner bereits die ersten Wände des Erdgeschoßes aufzustellen. Die frühe Involvierung als Totalunternehmen ermöglichte übrigens auch die schnelle Lösung des Problems mit dem Untergrund: Da dieser nicht die nötige Tragfähigkeit aufwies, wurden in Zusammenarbeit mit einem Strabag-Team des Spezialtiefbaus 158 Rammpfähle versenkt, die nun ein solides Fundament für das Cape 10 garantieren.

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