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Strabag fixiert ihren 30-Prozent-Anteil an Lafarge Cement Holding

05.08.2011

Im Herbst hatte die Strabag den Deal angemeldet, nun ist er fix: Der Bauriese hält 30 Prozent an einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem weltgrößten Zementkonzern Lafarge. Dieser hält die anderen 70 Prozent und bringt seine Werke in Österreich, Tschechien und Slowenien in die Holding mit ein.

Der börsenotierte Bauriese Strabag und der französische Zement-Weltmarktführer Lafarge haben nun einen weiteren Schritt in Richtung Zusammenarbeit in mehreren zentral- und osteuropäischen Ländern gesetzt. Die Strabag hat ihre Beteiligung an dem Joint Venture Lafarge Cement CE Holding GmbH fixieren können, die sie im Herbst 2010 bei der heimischen Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet hat.

"Wir haben jetzt einen 30-Prozent-Anteil an diesem Unternehmen", sagte Strabag-Sprecherin Diana Klein am Freitag zur Austria Presse Agentur. Das Closing sei nun unter Dach und Fach.

Gründung im Mai 2010 in Österreich

Die beiden Branchengrößen hatten die Lafarge Cement CE Holding mit Hauptsitz in Österreich bereits im Mai des Vorjahres gegründet. Die Strabag nimmt dem Joint Venture früheren Angaben zufolge jährlich rund 1,5 Mio. Tonnen Zement ab. Die gesamte jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf 4,8 Mio. Tonnen Zement und soll unter dem Markennamen Lafarge auf den Markt kommen. Operativ wollte man ursprünglich bereits im Jänner dieses Jahres starten.

Werke in Österreich Teil des neuen Unternehmens

Bei dem Deal bringt Lafarge seine Zementwerke in Österreich (Mannersdorf und Retznei), Tschechien (Cikovice) und Slowenien (Trbovlje) in die Holding ein; die Strabag beteiligt sich an einem Werk in Ungarn. Letztlich werden fünf Werke zusammengeführt. Die Verhandlungen über die Transaktion steuerte die Lafarge Konzernzentrale in Paris.

Lafarge Perlmooser beteiligt

An der vor einem Jahr gegründeten Holding beteiligt sich die heimische Lafarge Perlmooser GmbH. Gemeinsam bearbeiten die Strabag und Lafarge fortan die Märkte Österreich, Tschechien, Slowenien, Ungarn und Slowakei. Dabei sollen Synergien in den Bereichen Investitionen, Kosten und Logistik gehoben werden. (apa, pm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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