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Die derzeit errichtete Industrieanlage im Rahmen des Projektes PolyStyreneLoop wird in einem Jahr eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Styropor ermöglichen.

Studie bescheinigt ökologische Vorteile von Styropor

26.02.2020

In Bauteilen, in denen nur Dämmstoffplatten eingesetzt werden können, schneidet Styropor am vorteilhaftesten ab, wie eine aktuelle Studie vom ifeu-Institut und Naturplus zeigt.

Seit Jahren wird über die Nachhaltigkeit und Ökologie von Dämmstoffen äußerst kontroversiell diskutiert. Nun belegt die vom ifeu-Institut und Naturplus durchgeführte Studie „Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen", dass in Bauteilen, in denen nur Dämmstoffplatten eingesetzt werden können, Styropor am vorteilhaftesten abschneidet. 

In der Untersuchung wurden nahezu alle Dämmstoffe in verschiedenen Bauteilen aus ökologischer Sicht unter Einbezug des ganzen Lebensweges inklusive Verwertung miteinander verglichen. Darunter sind Dämmplatten aus mineralischen, synthetischen sowie nachwachsenden Rohstoffen (Mineralfaser, Mineralschaum, Schaumglas, EPS, XPS, PU, Holzfaser). Clemens Demacsek, Geschäftsführer der GPH merkt dazu an: „ Die Ergebnisse dieser Studie sind für Styropor erfreulich, aber nicht überraschend. Allerdings würden sie in Österreich noch einmal besser ausfallen, da eine schwere, weiße Fassadenplatte mit 23 Kilogramm pro Kubikmeter berücksichtigt wurde, die es bei uns gar nicht gibt und selbst in Deutschland von untergeordneter Bedeutung ist. Bei einer weißen Standardplatte würde sich der Rohstoffeinsatz um 21 Prozent reduzieren, bei einer grauen Platte um 37 Prozent. 

Insbesondere bei der werkstofflichen Verwertung von Styropor-Abfällen aus Abbruch oder Rückbaumaßnahmen weist das Dämmmaterial ein Alleinstellungsmerkmal auf. Die derzeit errichtete Industrieanlage im Rahmen des Projektes PolyStyreneLoop wird eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Styropor - ein echtes Recycling im Sinne von Cradle-to-Cradle (C2C) - in einem Jahr ermöglichen. Die dort angewendete Verfahrenstechnik basiert auf dem CreaSolv-Verfahren, mit dem aus Styropor-Abfällen aus Abriss- oder Umbaumaßnahmen das Basismaterial Polystyrol wiedergewonnen werden kann. Gleichzeitig wird das im Bau-Styropor enthaltene Flammschutzmittel in Einzelstoffe zerlegt, die dann einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

 

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