Direkt zum Inhalt

Studie spricht für seniorengrechte Adaptierung der eigenen 4 Wände!

15.03.2011

Eine Studie im Auftrag der Bundesinnung Bau zeigt, dass die Unterbringung von älteren Menschen in Pflegeheimen das Budget deutlich höher belastet als etwa Förderungen zur barrierefreien Adaptierung von Bestandswohnungen ausmachen würden.

Berechnungen zur Finanzierung geeigneter Wohnformen sowie Prognosen, wonach sich die Altersgruppe der über 80-Jährigen bis 2050 auf mehr als eine Million Senioren verdreifachen wird, rufen nun das Baugewerbe auf den Plan.

In einem ersten Schritt spricht sich die Bauinnung für einen Adaptierungsscheck für Seniorenwohnungen nach dem Vorbild des Sanierungsschecks aus. Der barrierefreie Umbau in Einfamilienhäusern und im Mehrgeschosswohnbau einschließlich Liftanteil beschränke sich, so Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel mit Hinweis auf ein aktuelles Rechenmodell, auf Einmalkosten pro Kopf von rund 20.000 Euro. Demgegenüber betrage der öffentlich-soziale Kostenanteil im Pflegeheim pro Bezieher von kleinen Pensionen jedes Jahr ca. 23.000 Euro. Damit rechne sich der seniorengerechte Umbau von Bestandswohnungen bereits in den ersten zwei Jahren. Ein zusätzliches Anreizsystem für die barrierefreie Adaptierung sei nicht zuletzt wegen der jährlichen Mehrbelastung von 15 bis 20 Prozent im öffentlichen Sozialbereich dringend notwendig. 
 

Die Steiermark hat etwa im Zuge des kürzlich präsentierten Sparbudgets die Wiedereinführung des Pflegeheim-Regresses vorgesehen. Bauliche Adaptierungen zum Verbleib in den eigenen vier Wänden schonen daher nicht nur die Sozialbudgets, sondern auch das Familienvermögen und schaffen zudem Arbeitsplätze, beschreibt Frömmel die win-win Situation.

Neben den wirtschaftlichen Argumenten, die für den möglichst langen Verbleib im eigenen Zuhause sprechen, deckt sich dies – so ein Befragungsergebnis - auch mit dem Wunsch von 95 Prozent der SeniorInnen.

Infolge der demografischen Entwicklung werden laut Studie bereits 2020 tausende seniorengerechte Wohnungen fehlen und der Bedarf durch Neubauten nicht annähernd abzudecken sein. Angesichts der unzureichenden Maßnahmen auf dem Wohnungsmarkt sei die Politik gefordert, die senioren- und behindertengerechte Adaptierung von Bestandswohnungen mit allen Mitteln voranzutreiben, so Frömmel.

Für den Bereich „Barrierefreies Wohnen“ stehen speziell ausgebildete und zertifizierte Baumeister zur Verfügung. Eine entsprechende Liste und die von Leitner Planung und Consulting erstellte Studie „Volkswirtschaftlicher Vergleich von altengerechten Wohnversorgungstypen“ sind als Download auf www.bau.or.at  abrufbar.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

News
11.12.2013

Mit Beginn des Jahres 2014 übernimmt die Würth-Hochenburger GmbH den Teilbereich "Bauprodukte" der Fa. Nägelebau GmbH.

News
11.12.2013

Teckentrup bietet im Bereich Türen und Tore Lösungen für alle Größen an. Nun will das Unternehmen mit einer Niederlassung seine Aktivitäten in Österreich verstärken.

News
27.11.2013

Die Firmengruppe Eder bietet auch kommendes Jahr wieder ein umfassendes Schulungsprogramm für Baumeister und Planer an. Das Thema des Expertenforums 2013/14 lautet „Massivhäuser richtig planen und ...

News
27.11.2013

Für die Errichtung und Gestaltung des Dorfplatzes in Wopfing erhielt Baumit Wopfinger den Anerkennungspreis "Maecenas Niederösterreich". Der Preis wird jedes Jahr für außergewöhnliche ...

News
27.11.2013

Der neue Volvo-Vertriebspartner Ascendum will die Umsätze und den Gewinn kräftig steigern. Die neuen Märkte in Zentraleuropa sollen dazu beitragen.

Werbung