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Tunnelbaustelle "Fröschnitzgraben" beim Semmering Basistunnel

Swietelsky: Feierliches "Andrehen" beim Semmering Basistunnel

16.07.2018

Zwei Tunnelbohrer mit einem Gesamtgewicht von 800 Elefanten fressen sich ab sofort beim Semmering-Basistunnel vom Fröschnitzgraben (Steiermark) rund neun Kilometer in Richtung Gloggnitz durch den Berg.

Es ist aktuell eines der wichtigsten Infrastruktur-Großprojekte im Herzen Europas: Der Semmering-Basistunnel mit einer Gesamtlänge von 27,3 Kilometer, der künftig Niederösterreich und die Steiermark verbinden soll. 2014 erhielt der oberösterreichische Baukonzern Swietelsky in einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) gemeinsam mit Implenia den Zuschlag für das rund 13 Kilometer lange Mittelstück (Los 2.1) "Tunnel Fröschnitzgraben". "Nachdem sich unsere Arbeiter in der bisherigen Bauphase förmlich in Handarbeit in die Tiefe des Berges sprengten, bekommen sie nun Unterstützung von Großmaschinen", verweist Swietelsky-Geschäftsführer Karl Weidlinger stolz auf zwei 120 Meter lange und 2.500 Tonnen schwere Maschinen - je eine pro Tunnelröhre - die sich ab nun beim Semmering-Basistunnel vom Fröschnitzgraben in der Steiermark rund neun Kilometer in Richtung Gloggnitz durch den Berg fressen werden. Schließlich werden noch 50.000 Stück sogenannte Tübbinge durch die Versorgungsschächte gebracht. Das sind jeweils sieben Tonnen schwere Betonfertigteile, die Swietelsky in Niederösterreich als Lieferant für die ARGE produziert. Je sechs Tübbingesteine ergeben einen Tübingring und somit zwei Meter Eisenbahntunnel. Diese Betonfertigteile werden von der Tunnelbohrmaschine direkt nach dem Ausbrechen des Gebirges zur Stützung des Hohlraumes eingebaut. 

"Andrehfeier" mit viel Prominenz

Zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Verkehrsminister Norbert Hofer, EU-Koordinator für den Baltisch-Adriatischen Korridor Kurt Bodewig, der steirische Landeshauptmann Hermann SChützenhöfer, der niederösterreichische Verkehrslandesrat  Ludwig Schleritzko, ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä sowie Swietelsky-Geschäftsführer Karl Weidlinger ließen sich das feierliche "Andrehen" zum Start des ersten Tunnelbohrers nicht entgehen. Alle betronten dabei denvolkswirtschaftlichen  Mehrwert des Bauprojektes sowie die Bedeutung für die Zukunft der europäischen und österreichischen Verkehrsinfrastruktur. 

Geologie bestimmt die Bautechnik

Der Großteil des 27 Kilometer langen Bahntunnels sowie alle Zugänge werden "in Handarbeit" im klassischen Bagger- und Sprengvortrieb errichtet. Die Geologie entscheidet, wo Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz kommen können. Beim Semmering Basistunnel ist das in rund einem Drittel des Tunnels der Fall. 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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