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Talsperre Klingenberg

31.07.2014

Talsperre Klingenberg



Bildergalerie

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© Meva


Komplexes Bauvorhaben

Die Talsperre Klingenberg ist eine Trinkwassertalsperre im Erzgebirge südwestlich von Dresden. Sie sichert 60 Prozent des Wasserbedarfs der Stadt Dresden und fast 100 Prozent des Bedarfs des Trinkwasserzweckverbands Weißeritzgruppe mit der Stadt Freital. Die Komplettsanierung und der teilweise erfolgte Neubau der Talsperre Klingenberg läuft seit 2005 in drei zeitlich gestaffelten Teilvorhaben. Der erste Teil war der Neubau des Entlastungsstollens, der bereits 2007 fertiggestellt wurde. Durch den 3,3 Kilometer langen Hochwasserentlastungsstollen wird während der Instandsetzung der Hauptsperre (Teilvorhaben 3) das Rohwasser für die Trinkwasserversorger geleitet, da die Talsperre vollständig entleert werden muss.

Der zweite Teil – der Neubau der Vorsperre – wurde ebenfalls abgeschlossen.

Im Bau befindlich ist die Komplettsanierung der Hauptsperre, die nach etwa dreijähriger Bauzeit 2012 abgeschlossen werden soll. Die fast 100 Jahre alte Bruchsteinmauer wird auf den neuesten technischen Stand gebracht, und die Leistungsfähigkeit der Hochwasserentlastung soll erhöht werden. Auf der Wasserseite bekommt die Staumauer eine neue Abdichtung und ein Drainagesystem.
Der alte Entnahmeturm wird abgerissen und durch einen begehbaren Trockenturm ersetzt. Die gesamte wassertechnische Ausrüstung wird erneuert.

Wie bereits beim Neubau der Vorsperre ist bei der Komplettsanierung der Hauptsperre auf der Wasserseite Meva für die Schalung zuständig. „Die Sanierung der Wasserseite war aus mehreren Gründen eine planerische und (schalungs-) technische Herausforderung. Die Hauptsperre steht aus architektonischen Gründen unter Denkmalschutz. Die bestehende Dichtwand wurde entfernt, jedoch musste die eigentliche Sperrmauer aus Bruchsteinen aus Denkmalschutzgründen erhalten bleiben. Die ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Mauerkrone wurde abgerissen und wird wieder original aufgebaut“, berichtet Berthold Schweizer von Meva. Für die an der Wasserseite der Bruchsteinmauer neu anzubringenden Schichten wurden vorab Dauerankeran der Bruchsteinmauer befestigt.

Diese Daueranker machten ein normales Klettern mit Standardklettergerüsten unmöglich. Die Meva-Ingenieure mussten sich schalungstechnisch eine effiziente Lösung aus Standard- und Sonderelementen einfallen lassen.


Diana Danbauer



Bautafel

Talsperre Klingenberg

Genehmigungsbehörde

Landesdirektion Dresden

Prüfingenieure/Prüfstatik

P. Dolle, Stollenbau

U. Zeil, Ingenieurbauwerke

Bauoberleitung

iKD Ingenieur-Consult GmbH

Ingenieurbüro Bansen

Ingenieurbüro Kempa

Spiekermann GmbH

Beratende Ingenieure


Planung und Bauüberwachung

Arcadis Consult GmbH

Baugrund Dresden Ingenieurgesellschaft mbH

G.E.O.S Freiberg Ingenieurgesellschaft mbH

Herbstreit – Landschaftsarchitekten

Hydroprojekt Ingenieurgesellschaft

iKD Ingenieur-Consult GmbH

Ingenieurbüro Trepte

Ingenieurgesellschaft Kempa mbH

IVD-Niederlassung Freiberg

Spiekermann GmbH

Beratende Ingenieure

Strehle + Partner Ingenieur GbR

Bauausführung

AllTec Automatisierungs- und Kommunikationstechnik GmbH

Alfred Kunz Untertagebau GmbH

Arge Hall-Bau Gmbh/Mölders

Baugesellschaft mbH

ATS GmbH

Bilfinger Berger AG

Ed Zübling AG

Sächsische Wasserbau- und Umwelttechnik GmbH

Stahlwasserbau Beeskow GmbH

Strabag AG, Direktion IT, Tunnelbau


Zahlen und Fakten

Absperrbauwerk

Höhenlage der Mauerkrone

394 m über NN


Kronenlänge

310 m

Kronenbreite

6,2 m

Höhe über der Gründungssohle

40 m

Höhe über der Talsohle

33,5 m

Bauwerksvolumen

118.000 m3


Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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