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Think Big in Wien

18.06.2008

Zahlreiche Immobilienprojekte in und um Wien sind derzeit in Planung bzw. in Realisierung. Die Real Vienna 2008 gibt einen Überblick und bringt Investoren, Planer und Bauausführende zusammen.

Die dritte Ausgabe der Real Vienna, Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investment, schloss mit beeindruckenden Zuwächsen – sowohl auf Aussteller- als auch auf Besucherseite. 325 Aussteller aus 27 Nationen und Besucher aus rund 50 Ländern – so lautet die positive Bilanz. Das entspricht einem Plus von über 30 Prozent auf der Ausstellerseite gegenüber dem Vorjahr. Aber auch die Zahl der Participants – also die Teilnehmer insgesamt – ist in diesem Jahr fast um ein Drittel gestiegen, auf über 9.800.

Dass sich die Real Vienna offensichtlich hervorragend als Plattform für die Anbahnung von internationalen Geschäftskontakten eignet, beweist die hohe Präsenz von Ausstellern aus Ost- und Südosteuropa. So waren in diesem Jahr erstmals auch die tschechische Stadt Brünn, die ungarische Hauptstadt Budapest, das slowakische Bratislava und Moskau vertreten. Mit 37 Ausstellern stellte Russland die größte Delegation, gefolgt von Polen, Tschechien, Rumänien und der Ukraine. „Die Real Vienna stellt einen überwältigenden Erfolg dar“, zeigt sich Matthias Limbeck, themenverantwortlicher Geschäftsführer der Reed Exhibitions Messe Wien, angesichts der internationalen Beteiligung erfreut. „Die Real Vienna hat mit ihrem Fokus auf die Wachstumsmärkte der CEE/SEE-Region voll ins Schwarze getroffen und sich als internationale Plattform für Gewerbeimmobilien und Investment in Zentral-, Ost- und Südosteuropa etabliert“, so Limbeck weiter.

Wirtschafts- und Immobilienstandort

Mit der Real Vienna hat sich der Messestandort Wien in den vergangenen Jahren einen Namen als Drehscheibe der internationalen Immobilienbranche gemacht. Gleichzeitig ist die Bundeshauptstadt auch selbst Zielstandort namhafter in- und ausländischer Unternehmen und Institutionen und bietet internationalen Investoren hochkarätige Gewerbeimmobilien. „Wien ist ein hervorragender Wirtschaftsstandort und eine der wichtigsten Drehscheiben für die Wirtschaftsbeziehungen im zentral- und osteuropäischen Raum“, betonte Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Finanz- und Wirtschaftsstadträtin, im Rahmen der Eröffnung des Wien-Holding-Messestandes auf der Real Vienna.

Mit zahlreichen Neubauprojekten will die Stadt Wien ihre Stellung als lukrativer Wirtschafts- und Immobilienstandort weiter ausbauen. Die hohe Lebensqualität, die gut ausgebaute Infrastruktur und ihre hoch qualifizierten Arbeitskräfte sprechen dabei als Standortvorteile für die Stadt. „Wir bieten maßgeschneiderte und attraktive Immobilien für heimische und internationale Unternehmen. Mit der Wien Holding und ihren Tochterunternehmen, aber auch mit dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds WWFF und den im Bereich der Stadtentwicklung tätigen Magistratsabteilungen haben wir professionelle Immobilienentwickler und Stadtplaner zur Hand, die gemeinsam mit Partnern attraktive Projekte realisieren und damit Arbeitsplätze schaffen, die Konjunktur kräftig ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken“, so Brauner.

Investitionen in Milliardenhöhe

Rund 15 namhafte Immobilienprojekte in und um Wien, für die die Wien Holding verantwortlich zeichnet bzw. an deren Entwicklungsgesellschaften sie entsprechende Beteiligungen hält, befinden sich derzeit in Planung und Ausführung. Das Portfolio reicht dabei von der Revitalisierung des Innenstadtpalais Hansen über die Entwicklung des neuen Wirtschaftsstandortes am alten Schlachthof St. Marx bis hin zum neuen Stadtteil „Neu Stadlau“ in Wien-Kagran. Mit rund 140.000 Quadratmetern Gesamtgrundstücksfläche ist „Neu Stadlau“ das größte Entwicklungsgebiet am Wiener Stadtrand. Bis zum Jahr 2014 werden auf dem rund 20 Fußballfelder großen Gebiet in mehreren Teilschritten ein Büro-, Gewerbe- und Wohnpark, eine Wohnanlage mit speziellen Angeboten für ältere Menschen und ein Studentenwohnheim entstehen. Die dazugehörige Infrastruktur sowie entsprechende Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sollen die zukünftigen Bewohner anlocken.

Ebenso ambitioniert ist das Stadtentwicklungsgebiet entlang der verlängerten U2 zwischen dem Ernst Happel Stadion und der Messe Wien Neu. Das im August 2007 eröffnete Stadioncenter ist das erste fertig gestellte Projekt einer ganzen Reihe von Immobilienprojekten, die in naher Zukunft hier entstehen sollen. Bereits in der Realisierung sind die Immobilien, die unter dem Namen „Viertel Zwei“ bis 2010 rund um einen künstlich angelegten See fertig gestellt werden sollen.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt dabei über eine Milliarde Euro. „Die Immobilienprojekte der Wien Holding haben im Rahmen der Stadtplanung einen sehr hohen Stellenwert. Sie liegen einerseits in den Zielgebieten der Stadtentwicklung oder in sensiblen Innenstadtbereichen“, erklärt der Wiener Planungs- und Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker. „In beiden Fällen ist die Zusammenarbeit mit den einzelnen Dienststellen der Stadt Wien der Schlüssel, sowohl zum wirtschaftlichen als auch zum stadtplanerischen Erfolg“, so Schicker weiter. Die hohe Attraktivität der Stadt Wien als Wirtschaftsstandort resultiert zu einem Gutteil aus der Attraktivität ihrer Immobilien. „Die Aufgabe der Wien Holding ist es Immobilien mit Weitblick zu entwickeln. Eine der Grundvoraussetzungen ist es somit, dass das Umfeld und die Menschen vor Ort ebenso von den geplanten Projekten profitieren wie die Immobilenentwickler selbst. Zum Beispiel durch die Verbesserung der Infrastruktur und die Verbesserung der Lebensqualität, die mit den Immobilienprojekten untrennbar verbunden sein müssen“, gibt Brigitte Jilka, Geschäftsführerin der Wien Holding, ein Erfolgsrezept Preis.

Tom Cervinka

aus: bau.zeitung 24/08, S.14

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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