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Reinhold Lindner (Sprecher Bau­Massiv!), Barbara Traweger-Ravanelli (GF Imad) und der Tiroler Landesrat Johannes Tratter bei der Studienpräsentation.

Tiroler Wünsche

29.09.2015

Wohnraum als Luxusgut – Tiroler glauben an die Nachhaltigkeit von Massivbau.

Eine aktuelle Umfrage des Imad im Auftrag von BauMassiv! in Tirol ergab, dass für die große Mehrheit der Tiroler die Kosten für die Wohnraumbeschaffung nicht mehr leistbar sind. Am kostengünstigsten lassen sich laut Einschätzung der Befragten Gebäude in Massivbauweise errichten. Mit nachhaltigem Bauen verbinden die Tiroler vor allem geringe Energie- und Betriebskosten, Langlebigkeit und regionale Wertschöpfung. „Insgesamt ist nur für die Hälfte der Tiroler die aktuelle Wohnsituation sehr zufriedenstellend“, so Reinhold Lindner, Sprecher von BauMassiv!. „Zu teuer, zu klein und zu alt – das sind die drei wichtigsten Klagen jener, die ihr derzeitiges Umfeld als nicht passabel empfinden.“ Geht es um Nachhaltigkeit, tendieren die Befragten in Richtung Ziegel oder Beton. Für 40 Prozent ist die Massivbauweise die nachhaltigste Wahl, Mischbauweise mit 22 Prozent und Vollholzbau mit 18 Prozent liegen dahinter.

Dabei verbinden 94 Prozent der Tiroler Nachhaltigkeit vor allem mit dem Sparen bei Energie- und Betriebskosten. Dieses klare Votum entspricht auch internationalen Ambitionen auf EU-Ebene. Laut dem Klima- und Energiepaket der EU müssen bis 2020 alle Neubauten als Nearly-Zero-Energy-Gebäude errichtet werden. Zudem wird Nachhaltigkeit von 81 Prozent der Befragten mit dem Faktor Langlebigkeit verbunden.

Im Zuge der Studie formulierten die Befragten auch ihre Wünsche an die Politik und die Bauwirtschaft. Das Senken der Grundstückspreise steht an der Spitze der Top 6-Anregungen, wie Wohnen wieder leistbar werden kann, gefolgt von der Neugestaltung von Förderungen, den Obergrenzen bei Mieten und Grundstückspreisen und der Änderung bei den Bauvorschriften.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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