Direkt zum Inhalt
Sarah Richter (Geschäftsführung Bau EPD GmbH), Gernot Brandweiner (VÖB Geschäftsführer)  und Hildegund Mötzl (stellvertretende Vorsitzende im PKR Gremium der Bau EPD GmbH, Institut für Bauökologie und Baubiologie IBO) sind zufrieden mit der neuen Umweltdeklaration.

Transparent durch neue Umweltdeklaration

30.03.2016

Dem Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) gelang es nach dreijähriger Forschungs- und Projektarbeit mit der TU Graz, die neu geschaffene Umwelt-Produktdeklaration „Frischbeton für vorgefertigte Betonerzeugnisse“, durch die Bau EPD GmbH veröffentlichen zu lassen.

Environmental Product Declarations (EPDs) werden im Sinne der Bewertung von Nachhaltigkeitskriterien von Bauwerken immer notwendiger. Die Umwelt-Produktdeklarationen bilden die Datengrundlage für ökologische Aspekte von Gebäudebewertungen und ermöglichen damit zu jedem Zeitpunkt eine umfassende Betrachtung aller in einem Bauwerk geplanten oder verwendeten Baustoffen. Sie erfassen relevante Umweltparameter in einer Betrachtungsweise über den gesamten Lebenszyklus des Bauwerkes, basieren auf internationalen Normen und werden durch unabhängige Experten regelmäßig verifiziert. Seit kurzem freut sich auch der VÖB über die neu geschaffene EPD für „Frischbeton für vorgefertigte Betonerzeugnisse“.

Professionelle Zusammenarbeit mit TU Graz

Unter wissenschaftlicher Leitung des Instituts für Materialprüfung und Bautechnologie an der TU Graz ist es gelungen, statistisch abgesichert, einen „Durchschnittsbeton“ für vorgefertigte Betonerzeugnisse zu definieren und in die Deklaration auch sämtliche Umweltfaktoren seiner Grundbestandteile miteinzubeziehen. Damit ist es nun erstmals möglich, die Umweltauswirkungen eines Betons für Betonfertigteile – von der Ressourcengewinnung, bis hin zur Verarbeitung im Werk – abzubilden. Die veröffentlichte EPD kann für die in Österreich genutzten Systeme zur Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden, ÖGNB und klima:aktiv, verwendet und von den Wohnbauförderungsstellen genutzt werden.

Pioniergeist und transparente Vorteile für gesamte Branche

„Drei Jahre Pionierarbeit für unsere Branche konnten heute mit der Veröffentlichung der neuen Produktdeklaration abgeschlossen werden“, sagt Gernot Brandweiner, VÖB Geschäftsführer, als er die Urkunde überreicht bekommt. „Für die Idee einer Branchen-EPD, konnten wir wissenschaftliche Fachexperten mit an Bord holen, die uns bei dem Projekt tatkräftig mit ihrem Know How unterstützten. Es gelingt uns damit, die Gebäudebewertung übersichtlich zu halten und nicht in zu vielen Details unterzugehen. Zudem war der Aufwand für unsere Mitgliedsunternehmen weitaus geringer und die Transparenz der erhobenen Kennzahlen und Umweltparameter ist höher.“

Auch von Seiten der Bau EPD GmbH zeigt man sich zufrieden.  „Wir freuen uns darüber, dass sich der VÖB dazu entschlossen hat, mit der neuen Umwelt-Produktdeklaration den von seinen Mitgliedsunternehmen produzierten Frischbeton für Fertigteile zum transparenten Baustoff zu machen“, zeigt sich Sarah Richter, Geschäftsführerin der Bau EPD GmbH, erfreut über die Vorgangsweise des VÖB. „Damit rückt das Thema EPDs wieder stärker in den Fokus aller Beteiligten, Daten zu massiven Baustoffen sind für viele Nachhaltigkeitsexperten besonders interessant.“

Möglichst früh einfach ermöglichen

„Die Bewertung von Baustoffen und Bauweisen ist ein wesentlicher Schritt im Planungsstadium einer Immobilie. Diese Bewertungen der Nachhaltigkeit müssen ganzheitlich und mit Blick auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes durchgeführt werden. Mit der Umwelt-Produktdeklaration kommen wir diesem Ziel einen Schritt näher, weil es sowohl Planern, als auch Auftraggebern mit relativ einfachen Mitteln die Bewertung des zu planenden bzw. zu bauenden Bauwerkes ermöglicht“, beschreibt Brandweiner die Überlegungen hinter der neuen Branchen-EPD, „schließlich ist die EPD mit allen Umweltfaktoren transparent auf der Website der Bau EPD GmbH gelistet und die Daten werden in den heimischen Datenbanken zugänglich gemacht.“

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

„Eine besser geplante Organisation der Abläufe, rechtzeitige Bestellungen, weniger Planänderungen und dergleichen mehr würden dazu beitragen, die Produktivität unserer Branche sowie des gesamten Bauwesens weiter zu steigern", sagt VÖB-Präsident Franz Josef Eder.
Aktuelles
02.09.2019

Gute Wirtschaftslage, wenig Lehrlinge - so lautet das Ergebnis des aktuellen VÖB Konjunkturbarometers.

Der 3D-Betondruck hat das Potenzial, die Baubranche zu revolutio­nieren, darin sind sich Experten einig.
Aktuelles
20.08.2019

Ganze Häuser drucken statt bauen? In einigen Ländern ist das schon Realität. Hierzulande gibt es das noch nicht. Aber Experten trauen der 3D-Betondruck-Technologie einiges zu.

V. l. Rudolf Zrost, Vorstandvorsitzender VÖZ, und Sebastian Spaun, Geschäftsführer VÖZ, freuen sich über ein erfolgreiches Jahr.
Aktuelles
15.07.2019

Die österreichische Zementindustrie erzielte im Jahr 2018 ein Plus bei Produktion und Umsatz.

Bei der Eröffnung des neuen Transportbetonwerks in Neukirchen: (v.l.) Peter Fellner (Betriebsleiter Moser Beton), Rudolf Zrost (Geschäftsführer Leube), Christian Moser (Juniorchef Moser Beton), Ingrid und Christian Huber (Geschäftsführer Moser Beton) und Heimo Berger (Geschäftsführer Leube)
Aktuelles
05.04.2019

Gemeinsam mit Moser Beton hat Leube in Neukirchen ein neues Betonwerk gebaut und nun feierlich eröffnet.

In den Produktgruppen „Rohre und Schächte" sowie „Abscheider und Kläranlagen" hat der VÖB eine gemeinsame Sprachregelung entwickelt.
Aktuelles
05.04.2019

Der VÖB hat erstmalig ein eigenes WIKI Tiefbau entwickelt.

Werbung