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„Nachdem in letzter Zeit zum Thema Dämmstoffmarkt nicht nachvollziehbare Daten veröffentlicht wurden, haben wir beschlossen, wieder regelmäßig über unsere Mitglieder für valides Zahlenmaterial zu sorgen", sagt Clemens Demacsek, Geschäftsführer der GDI 2050.

Trendumkehr am Dämmstoffmarkt

12.11.2018

Es wird wieder mehr gedämmt - das ist das erfreuliche Ergebnis einer aktuellen Markterhebung der GDI 2050 - Gebäudehülle+Dämmstoff Industrie 2050. So wurden 2017 insgesamt 6,155 Millionen Kubikmeter Dämmstoff in Österreich verkauft und verbaut. Das entspricht gegenüber 2016 einem Plus von 0,80 Prozent oder 49.000 Kubikmeter. Bis zum Jahr 2008 wies der heimische Dämmstoffmarkt ein kontinuierliches Wachstum auf - seither schwächelte der Absatz. 2014 wurde mit 5,65 Millionen Kubikmeter Dämmstoff das Niveau von 2008 (5,80 Millionen Kubikmeter) deutlich unterschritten. Der Mengenzuwachs des vergangenen Jahres ist in erster Linie den vermehrten Neubauaktivitäten zuzuschreiben. Der thermischen Sanierung fehlt es hingegen nach wie vor an Impulsen. Innerhalb der Dämmstoffarten stagnieren die Schaumstoffe, während Mineralwolle ein leichtes Wachstum gegenüber 2016 aufweist. Alternative Dämmstoffe auf Basis von Zellulose, Schafwolle oder Hanf hielten sich mit 0,22 Millionen Kubikmeter auf dem Niveau von 2016. Auch der Absatz von Holzwolle-Leichtbauplatten blieb konstant bei 0,02 Millionen Kubikmeter. „Nachdem in letzter Zeit zum Thema Dämmstoffmarkt nicht nachvollziehbare Daten veröffentlicht wurden, haben wir beschlossen, wieder regelmäßig über unsere Mitglieder für valides Zahlenmaterial zu sorgen", sagt Clemens Demacsek, Geschäftsführer der GDI 2050. „Die Daten für das Jahr 2018 werden im Frühjahr 2019 evaluiert und publiziert." 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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