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Trockenbauer in Hochstimmung

21.01.2010

Seit über 40 Jahren werden Innenausbauten mit Trockenbau-Materialien realisiert. Einen wahren Boom verzeichnen die Hersteller in den letzten zehn Jahren. Laut einer aktuellen Studie des Verbandes Österreichischer Stuckateur- und Trockenbauunternehmen (VÖTB) hat sich der Umsatz der Trockenbauindustrie samt Arbeitsleistung seit dem Jahr 2000 auf 690 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

War früher vor allem der "Nicht-Wohnbau" (z. B. Bürobauten) das wichtigste Einsatzgebiet, so setzt sich die Trockenbau-Technologie in Österreich jetzt auch in öffentlichen und gewerblichen Bauten sowie im Wohnbau immer stärker durch. Knauf Geschäftsführer Otto Ordelt rechnet damit, dass sich die guten Erfahrungen mit Trockenbau-Systemen verstärkt auch international durchsetzen werden, insbesondere in Zentral- und Osteuropa sowie Südeuropa. "Unsere Exporte in diese Richtung haben sich in den vergangenen zehn Jahren verfünffacht." http://www.knauf.at

Der Präsident des Zentralverbandes Industrieller Bauproduktehersteller, Manfred Winkler, schätzt den Pro-Kopf-Verbrauch von Herrn und Frau Österreicher im Jahresdurchschnitt auf drei Quadratmeter Gipskarton- bzw. Gipsfaserplatten, die klassischen Verarbeitungsmaterialien. "Bis 2014 sollen es vier Quadratmeter sein", rechnet Winkler, der die VÖTB-Studie durchgeführt hat. Österreich ist mittlerweile "Europameister im Trockenbau" und auch ein wichtiger Exporteur von Trockenbau-Know-how in alle Welt. http://www.trockenausbauer.at

Baustoffhandel reagiert auf Trend

Auch der Baustoffhandel hat längst auf den Trend reagiert und forciert den Trockenbau seinerseits. Der größte Baustoffhändler des Landes, QUESTER, hat sieben seiner 22 Filialen speziell auf Trockenbau-Bedarf ausgerichtet. Geschäftsführer Ulrich Paulmann: "Trockenbaumaterialien sind leicht zu verarbeiten, zusätzlich umweltfreundlich und eine hervorragende Basis für den kreativen und flexiblen Innenausbau. Das sind die Grundvoraussetzungen für ihren Durchbruch." QUESTER erwirtschaftet derzeit 10 Prozent seines Umsatzes mit Trockenbau-Produkten. http://www.quester.at

Vielfältige Einsatzgebiete - Fertighausbau boomt

Wie die VÖTB-Studie beweist, werden heute 60 Prozent aller Innenausbauten im Nicht-Wohnbau - das sind z. B. Büros, Spitäler und Hotels - mit Gipskarton- oder Gipsfaserplatten umgesetzt, Tendenz steigend. Beim Wohnhausbau sind es immerhin bereits 42 Prozent. Auch hier ist ein Aufwärtstrend feststellbar. Ein weiteres interessantes Studienergebnis betrifft den Fertighausbau. 37 Prozent aller Ein- und Zweifamilienhäuser werden heute in Fertigbauweise hergestellt. Das sind um zehn Prozent mehr als im Jahr 2000. Zurückzuführen ist das sicherlich auch auf die Einführung eines speziellen Gütesiegels sowie auf das Engagement des Ombudsmannes des Fertighausverbandes. Auch im Fertighausbau ist Österreich damit europaweit führend. Zum Vergleich: Nachbar Deutschland hat eine Fertigbaurate von nur 16 Prozent. Gut für die Trockenbauer, werden doch fast alle Fertighäuser trocken ausgebaut.

Aufgrund der ständigen Weiterentwicklung der Trockenbausysteme - z.B. durch Zusätze zu den eingesetzten Platten - können diese heute für unterschiedlichste Verwendungszwecke eingesetzt werden: Vom Schall- und Brandschutz bis zum Abschirmungsschutz.

Vorteil Trockenbau

Trocken bauen ist leicht - in doppelter Hinsicht. Die verwendeten Materialien haben ein geringes Gewicht und können sehr flexibel eingesetzt werden. Der Formenvielfalt sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Gerade in Krankenhäusern, Altersheimen, Schulen oder Kindergärten kann sich der Variantenreichtum des Trockenbaus spezifisch an die Bedürfnisse der dort lebenden Menschen anpassen. Zusätzlich ermöglichen die verwendeten Materialen dadurch, dass kein Wasser benötigt wird, eine rasche Montage und dadurch eine kurze Bauzeit.

Hochwassertaugliche Platten

Rund zehn Prozent der Österreicher leben in einem überschwemmungsgefährdeten Gebiet. Damit sie nicht nach jedem Hochwasser die Fassade ihrer Häuser renovieren müssen, hat die Trockenbauindustrie ihre Materialien auch für diesen Einsatz angepasst. Durch die Verwendung von Leichtzementplatten, die so gut wie kein Wasser aufnehmen, können sich Häuslbauer solche Renovierungsarbeiten ersparen. Trockenbau-Marktführer Knauf stellt derartige Platten unter dem Namen AQUAPANEL® Cement Board her. Die Platten können auch im Inneren eines Hauses z.B. für Nassräume eingesetzt werden. Durch ihre geringe Dicke von nur 12,5 mm sind sie auch eine ideale Basis für keramische Beläge.

Beratung ist wichtig

Bei der Entscheidung, welche Materialien für das eigene Haus die richtigen sind, ist auf jeden Fall Beratung erforderlich. Bauprofi und Trockenbauspezialist QUESTER hat sich auf das Thema spezialisiert und bietet neben einem breiten Sortiment auch profunde Beratung und Ausbildungskurse durch speziell ausgebildete Mitarbeiter/innen an. Den Themen Nachhaltigkeit, Baubiologie und Ökologie wird dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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