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Umsatz- und Beschäftigtenrückgang im ersten Halbjahr

04.09.2013

Die Halbjahresergebnisse des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie verheißen wenig Gutes. Kann man auf das gesamte Jahr das Vorjahrsniveau erreichen, gilt es sich glücklich zu schätzen.

Der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie legte die Halbjahresergebnisse der traditionellen Konjunkturerhebung unter seinen über 300  Mitgliedsunternehmen vor (Stichtag 30. Juni). Bei den befragten Unternehmen gab es im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatzrückgang um 2,97 Prozent (von 1,583 auf 1,536 Mrd. Euro) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Beschäftigten sank im selben Zeitraum um 1,62 Prozent, von 14.616 auf 14.380. Damit setzte sich der Abwärtstrend aus dem Vorjahr fort und die Branche verharrt nach wie vor weit unter dem Vorkrisenniveau aus 2008. 

Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbandes Steine-Keramik, führt den Umsatzrückgang auf eine doppelte Schlechtwetterfront zurück. „Der lange Winter drückte in den ersten Monaten des Jahres nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf die Aufträge und Umsatzzahlen. Vor allem die Baustoff- und die Bauzulieferindustrie war bis Anfang April regelrecht eingefroren und hat teils heftige Rückgänge zu verzeichnen.“ Hinzu kamen laut Pfeiler eine „hartnäckige wirtschaftspolitische Schlechtwetterfront“ und die offenen Forderungen aus dem Konkurs der Alpine.

Zu den wenigen Gewinnern zählten im ersten Halbjahr 2013 die hochspezialisierten Industriezulieferer. Ein Umsatzwachstum verzeichnete die Feinkeramische Industrie (+ 8,63 Prozent) und die Feuerfestindustrie (+ 1,95 Prozent). Auffallend ist auch, dass Branchen wie die Schotter-, Sand- und Kiesindustrie – nach einem Einbruch im Vergleichszeitraum des Vorjahres – heuer wieder leichte Zuwächse zwischen 2 - 3 Prozent hatten.

„Im ersten Quartal dieses Jahres standen die Baustellen de facto still. Hinzu kam ein Mai mit sehr vielen Feiertagen und ein verregneter Juni. Wenn wir es im Gesamtjahr 2013 schaffen, annähernd auf dem Vorjahresniveau zu bleiben, können wir dies angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen als Erfolg werten“, so der Ausblick Pfeilers zum zweiten Halbjahr 2013.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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