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Unrühmliche Situation

17.07.2014

Die Insolvenzstatistik zum ersten Halbjahr 2014 zeigt: Mit 531 Insolvenzfällen und Verbindlichkeiten von fast 200 Millionen Euro ist die Bauwirtschaft auch heuer Spitzenreiter aller Branchen – nach Zahl der Fälle und Höhe der Schulden – im Wettbewerb der Insolvenzen. 

Die Großinsolvenz der Alpine aus dem Vorjahr hat der Öffentlichkeit wieder vor Augen geführt, wohin Expansion eines Billigstbieters führen kann. Letztlich haben die Bauherren herzlich wenig von so einem Billigstbieter, wenn er vor Abschluss des Projekts die Segel streichen muss und sie sich dann „fliegend“ um neue Firmen umsehen müssen. Zusätzlich gibt es bei der öffentlichen Hand das Handicap, dass eine freie Vergabe an einen anderen ohne neuerliche Ausschreibung nicht möglich ist. Neuerliche Ausschreibungen kosten Zeit und Geld und erzeugen Zusatzkosten, die in keinem Verhältnis zur Einsparung beim Billigstbieter stehen. Verlierer: die Öffentlichkeit, der Steuerzahler, letztlich wir alle. Daher bedarf es meiner Meinung nach einer gesetzlich stärker verankerten Pflicht öffentlicher Bauherren, auch Qualitätskriterien messbar in den Beurteilungskatalog aufzunehmen und den Preis mit maximal 50 Prozent zu gewichten.

Autor/in:
Hans-Georg Kantner
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