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Andreas Pfeiler (GF Fachverband Steine-Keramik), Manfred Asamer (Obmann) und Robert Schmid (Obmann-Stv.) erwarten ein Wachstum von unter fünf Prozent für 2016.

Unter Druck

15.03.2016

2015 verlief für die Unternehmen des Fachverbands Steine-Keramik durchwachsen, und auch heuer sind keine großen ­Gewinnzuwächse in Sicht.

Mit einem Jahresumsatz von 3,32 Milliarden Euro und Umsatzwachstum von 0,26 Prozent der Unternehmen der Steine- und keramischen Industrie im Vorjahr stagniert die Baustoffindustrie. „Der Standardmarkt geht in fast allen Teilbranchen zurück, die Verluste werden lediglich durch einzelne Großprojekte abgefedert“, erklärt Andreas Pfeiler, Geschäfts­führer des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie. „Was uns hingegen sehr freut, ist, dass der Beschäftigtenstand mit knapp 14.000 Personen dennoch gehalten werden konnte.“ Besonders hart traf es 2015 die Naturwerksteinindustrie, die „mit einem extremen Importproblem von Arbeitskräften und Werkstoffen aus ­Spanien“ zu kämpfen hatte und Einbußen von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen musste. Das stärkste Umsatzwachstum konnte die Beton- und -fertigteilindustrie (plus 6,61 Prozent), gefolgt von der Transportbetonindustrie (plus 5,31 Prozent), der Schleifmittelindustrie (plus 5,48 Prozent) und der Ziegel- und Fertigteilindustrie (plus 4,16 Prozent). Alle anderen Berufsgruppen des Fachverbands mussten einen Umsatzrückgang hinnehmen. „Momentan retten uns teilweise noch die niedrigen Energiekosten“, so Robert Schmid, Obmannstellvertreter des Fachverbands. „Steigen diese wieder auf ein normales Niveau, werden auch unsere Gewinne schnell schwinden.“ Für 2016 erwartet man ein Wachstum im Bereich der Inflation.

Zukunft nachhaltig managen

Die Spitzen des Fachverbands sehen dennoch Chancen für die Unternehmen. Vor allem durch die aktuellen Entwicklungen der Bevölkerungszahlen durch Immigration wird in den nächsten Jahren jährlich der Bedarf für Wohnraum von bis zu 50.000 Menschen entstehen. Dieser sollte jedoch, geht es nach dem Fachverband, nachhaltig und verantwortungsvoll gedeckt werden. „Dabei muss Baustoffneutralität bei der Vergabe herrschen, Kriterien gehören offengelegt und Nachhaltigkeit in den Vordergrund gerückt“, so der Obmann des Fachverbands Manfred Asamer.

Ebenfalls Kritik übt der Verband an den Ökostromzuschlägen und der Benachteiligung gegenüber osteuropäischen Ländern am europäischen Energiesektor. „Ist man in der herstellenden Industrie tätig, fühlt man sich, als wäre man kontinuierlich unter dem Dauerfeuer eines Maschinengewehrs mit der Streuung einer Schrotflinte“, so Robert Schmid. „Für 2016 rechnen wir mit einer Steigerung der Ökostrompauschale um 17 bis 36 Prozent gegenüber 2015, was unter dem Strich einer Verdopplung der Kosten für die Ökostromabgaben gleichkommt.“

Begrüßt wird hingegen das Wohnbaupaket und die Schaffung der Wohnbaubank, auch wenn man sich skeptisch gibt. „Prinzipiell stehen wir beiden Initiativen positiv gegenüber“, so Andreas ­Pfeiler. „Dennoch gilt es abzuwarten, wie diese umgesetzt werden.“

Autor/in:
Christoph Hauzenberger
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