Direkt zum Inhalt

Verlängerung U2, Baulos U2/7 Donaustadtbrücke, Wien

23.05.2007

Die Bauarbeiten zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 von der aktuellen Endstation Schottenring nach Aspern laufen auf Hochtouren. Plus neun Kilometer Streckenlänge und elf neue Stationen sind die Eckdaten des ambitionierten Infrastrukturgroßprojekts.

Der rund 890 Meter lange Bauabschnitt U2/7 beginnt im Anschluss an die bestehende Donau­stadtbrücke und endet im Streckenbereich vor der Neuhaufenstraße. Die Station Donaustadtbrücke wird als vierfeldriges Brückentragwerk ausgeführt, das die Richtungsfahrbahnen sowie die Rampen der Autobahn A22 überspannt. Die Station ist mit Seitenbahnsteigen konzipiert, die auf einer Brückenkonstruktion aus Spannbetonhohlkästen positioniert sind. Die Gleiskörper lagern auf quer zu den Hohlkästen gespannten Fertigteilträgern auf, die über eine Aufbetonplatte monolithisch miteinander verbunden sind. Die Hohlkästen der Brückenkonstruktionen dienen darüber hinaus als Bahnsteigkollektoren für die elektro- und haustechnischen Einrichtungen. Die Positionierung der einzelnen Stützen erfolgt in Abstimmung auf die bestehenden Fahrwege. Die Ausführung der Stützen im Bereich zwischen den Richtungsfahrbahnen der A22 stellt dabei aufgrund der Lage über dem linken Donausammelkanal eine besondere bautechnische Herausforderung dar. Da eine direkte Belastung des Donausammelkanals nicht möglich ist, müssen die Pfeilerlasten über einen vorgespannten Querriegel abgefangen und seitlich des Sammelkanals über 40 Meter tief in den Boden geführte Bohrpfähle fundiert werden. Um die Station über der A22 herstellen zu können, mussten die die Fertigteiltragwerke der bestehenden Auffahrtsrampen zur Donaustadtbrücke komplett abgetragen werden. In Nachteinsätzen und unter Teil- bzw. Totalsperren der Fahrstreifen der A22 wurden die Randbalken des Tragwerks abgetragen und die Fertigteilträger mit Seilsägen in Längsrichtung geschnitten. Für das Ausheben der bis zu 60 Tonnen schweren Fertigteilträger war der Einsatz eines 400-Tonnen-Mobilkrans erforderlich. Im Anschluss an das Stationsgebäude wird die Trasse in zweifacher Hochlage über das Mühlwasser und die Autobahn A23 geführt. Mit der Bausführung ist eine Arbeitsgemeinschaft aus Östu-Settin und G. Hinteregger & Söhne beauftragt. Die Gesamtfertigstellung des Bauabschnitts wird 2010 erfolgen.

Artikel aus: bau.zeitung 20/07, S. 6

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Strauss: Auch Porr stellt auf Grund des Corona-Virus Baustellen ein.
Aktuelles
20.03.2020

Die Porr stellt in Absprache mit Auftraggebern den laufenden Betrieb von mehr als 1.000 Baustellen ein.

Die Strabag stellt auf Grund des Corona-Virus den geregelten Baubetrieb ein.
Aktuelles
18.03.2020

Die Strabag stellt auf Grund des Corona-Virus den geregelten Baubetrieb bis 22.3.2020 ein. Einzelne Baustellen bleiben aber offen.

39.122 Bauarbeiter bekamen dank der neuen Hitzeregelung in diesem Jahr hitzefrei.
Aktuelles
11.12.2019

Jede zweite Firma hat die neue Hitze­regelung 2019 genutzt.

Service.
19.03.2019

Ihre Fragen zum Thema BIM, beantwortet von den BIM-Baumeistern. Diesmal geht es darum, was BIM für den Ausführenden bedeuten kann.

Service-Extra
15.09.2015

Die Prüf- und Warnpflicht gemäß § 1168a ABGB ist oftmals Thema auf Baustelle. – Doch wo verläuft die Grenze, und was ist vertraglich zu leisten?

 

Werbung