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06.03.2006

Auf jeder Baustelle sind Baumaschinen in unterschiedlichen Größen im Einsatz. Die Betätigungsgebiete reichen vom Tiefbau bis zum Erdbau, Straßenbau, aber auch bei Hochbauprojekten finden verschiedenste Arbeitsmaschinen ihre Aufgaben. Unterschieden wird in Volleinsätze wie dem Abbruch eines Gebäudes, oder auch bei Umschlagarbeiten und in der Forstwirtschaft. Graben und Ausheben oder auch das Abtragen von Bodenmaterial sind meist Jobs für Bagger, das Erstellen von exakten Oberflächen, das Verteilen von Unterbaumaterial oder Kranarbeiten ebenso häufig am Bau zu finden. Speziell für den Erdbau werden häufig kleinere Baumaschinen eingesetzt. Unter Erdbau werden alle Baumaßnahmen verstanden, bei denen Boden abgebaut und bewegt wird. Dazu gehören: Bodenabtrag, Erdmassenbewegung, Bodenverfüllungen, Auffüllungen und Aufschüttungen, Baustraßenbau, Bodenaushub für Gräben, Baggern über und unter Wasser, Fundamentaushub, Herstellung von Baugruben für Gebäude usw. Erdarbeiten sind Bestandteil der Rohbauarbeiten. Zweck und Ziel der Baumaßnahmen im Erdbau sind u. a.: Straßenbau, Kanalbau, Dammbau, Deponien, Dichtungen, Erdabdeckungen, Gartenbau, Dükerbau, Lärmschutzwälle. Dämme sind typische Erdbauwerke. Auch das Planieren und Verdichten großer Flächen zum Beispiel für Flughäfen zählt zum Erdbau. Erdarbeiten werden mit Erdbaumaschinen wie Baggern, Scrapern, Gradern, Raupen (Planierraupen) und Ladern ausgeführt.

Begriff Erdaushub im Alsag
Das Alsag regelt seit Jänner 2006 die Abgaben für die Entsorgung von Baurestmassen wie auch Erdaushub. „Volkswirtschaftlich ist das Alsag ein Steuerungsinstrument zum Vorteil der Kreislaufwirtschaft einerseits, der Feststellung, Sanierung und Sicherung von Altlasten andererseits. Somit beeinflussen die Altlastenbeiträge die Bauwirtschaft mehrfach: Zusätzliche Geldmittel fließen in die Sanierung bestehender Altlasten, die von Spezialunternehmen aus dem Bau durchgeführt werden; gleichzeitig wird die Entsorgung nachhaltiger: Das Deponieren von Abfällen wird ,besteuert’ im Gegensatz zur Verwertung. Recycling wird also gegenüber dem Beseitigen der – finanzielle – Vorrang eingeräumt“, erklärt Martin Car, Geschäftsführer des Österrichischen Baustoff-Recycling-Verbandes. Extreme Beitragssteigerungen von elf bis 30 Prozent werden für entsorgungsintensive Baustellen eine spürbare Kostenbelastung darstellen. Auftragnehmer, die Aufträge bis Herbst 2003 erstanden haben, werden dies im Regelfall nachverrechnen können, danach waren diese Kostensteigerungen bekannt. Nur von wenigen bedacht wurde die geänderte Beitragsgrundlage: So werden Bodenaushubdeponien beitragspflichtig, wenngleich das Ablagern von Erdaushub, nicht jedoch von beispielsweise Bauschutt, beitragsfrei bleibt, was südliche und westliche Bundesländer mehr treffen wird. Gleichzeitig wird Rechtsunsicherheit durch die Einführung des Begriffs „Erdaushub“ (im Gegensatz zu „Bodenaushubmaterial“) geschaffen: Ein wirtschaftlicher Druck könnte Bauunternehmer dazu verleiten, kostengünstig Bauschutt dem Bodenaushub beizumengen, um Altlastenbeiträge einzusparen. Dies würde zum Bumerang werden: Altlastenbeiträge können sieben Jahre nachverlangt werden; bei Nichteinhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Vermischungsverbotes, der Baurestmassentrennverordnung und des Abfallwirtschaftsgesetzes wird in vielen Fällen nachträglich das Zollamt Beiträge einfordern – was im konkreten Einzelfall bis zum Konkurs von Unternehmen führen wird. „Die Bauwirtschaft ist gut beraten, dem Gedanken des Gesetzgebers zu folgen und der verstärkten Kostenbelastung durch echte Kreislaufwirtschaft zu entgehen, z. B. durch qualitativ hochwertiges Baustoff-Recycling mit Güteschutz. Gleichzeitig ist deshalb vor dem Verwenden von nicht qualitätsgesicherten, aufgebrochenen Baurestmassen auf der Baustelle und vor dem Vermischen von Bodenaushub mit Bauschutt zu warnen“, so Car.
Gisela Gary

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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