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Rund 150 Teilnehmer kamen zum fünften VÖTB-­Forum in der Wolke 19 im Ares Tower in Wien.

VÖTB-Forum: Auf die Kommunikation kommt es an

12.11.2019

In der sich ständig und immer schneller verändernden Arbeitswelt ist Kommunikation das Um und Auf, so das Fazit der Trockenbauunternehmen im Rahmen des VÖTB-Forums.

Ob auf der Baustelle oder im Büro, wir begegnen täglich Herausforderungen, die unsere volle Aufmerksamkeit ­verlangen. „Und oft leidet ausgerechnet die Kommunikation darunter“, sagt Robert Pfaller, Professor für Philo­sophie an der Kunstuniversität Linz. Der Frage, wie man ­richtig kommuniziert und dadurch ­effizient zusammen­arbeitet, widmete sich deshalb das fünfte VÖTB-­Forum, das Mitte Oktober in Wien stattfand.

Probleme überwinden, Werte leben

Unsere Arbeitswelt wird heute von verschie­denen Faktoren beeinflusst. „Flache Hierarchien, ­verschiedene Kulturen oder unterschiedliche ­Geschlechter können für Reibungen im täglichen Umgang miteinander sorgen“, sagt ­Pfaller. „Denn was für eine Person pflicht­mäßiges Ver­halten und gute Manieren bedeutet, kann das ­Gegenüber für regellos und beleidigend ­empfinden.“ Überwinden könne man diese Probleme nur, indem ­Gesprächspartner als öffentliche Personen mit­einander ­kommunizieren und das Private hintanstellen. 
Dass man Werte nicht managen kann, sondern ­leben muss, betonte Anton Reithner. Für den ehemaligen Ardex-Geschäftsführer zählen Lob, Wertschätzung und gutes Arbeitsklima zu den stärksten Triebfedern für Leistungs­steigerung. Voraussetzung dafür seien einerseits die ­richtigen Mitarbeiter, die sich mit diesen Werten identifizieren, und Führungskräfte, die die Potenziale der Mitarbeiter fördern, zu Eigenverantwortung motivieren und einer Kommunikationsbasis auf Augenhöhe führen. „Denn wenn der Chef nur anordnet und nicht selbst die gewünschte Unter­nehmenskultur vorlebt, kann es keine gemeinsame erfolgreiche Zukunft geben“, ist sich Reithner sicher.

Wandel der Unternehmenskultur

Um Effektivität drehte sich auch der Vortrag von ­Gerald Goger, Professor für Baubetrieb und Bau­verfahrenstechnik an der TU Wien. Er machte ­darauf aufmerksam, dass wertschöpfende Tätigkeiten im Bauwesen nur 43 Prozent umfassen. Der Rest sei Verschwendung durch Überproduktion, Warte­zeit und Leerlauf. Um das zu ändern, sieht er Lean Management als wichtigen Ansatz. Die ­Methode soll ein „Werkzeug“ darstellen, um einer­seits die ­Effektivität der Prozesskette zu steigern und andererseits die Kooperation der Projekt­beteiligten im Sinne eines „nachhaltigen Kultur­wandels“ zu ­stärken. „Lean Management funktioniert nur als ­kontinuierlicher, ganzheitlicher und nachhaltiger Ansatz, der einen Wandel der Unternehmenskultur zur Folge haben muss.“
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