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Sebastian Spaun, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, konnte rund 300 Führungskräfte der Bauindustrie zum diesjährigen VÖZ-Kolloquium begrüßen.

VÖZ-Kolloquium: Neues Kapitel im Wohnbau

20.11.2018

Beim 38. Kolloquium „Forschung und Entwicklung für Zement und Beton" stand das Thema „Thermische Bauteilaktivierung im Wohnbau" im Mittelpunkt.

Die Ergebnisse der neuesten Forschungsprojekte zeigen die Nachhaltigkeit von Zement und Beton, aber auch wie der Lebenszyklus von Bauten weiter verlängert werden kann", sagte Sebastian Spaun, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustire (VÖZ) beim Kolloquium „Forschung und Entwicklung für Zement und Beton" in der Wirtschaftskammer Wien. 21 Expertinnen und Experten präsentierten dort Ergebnisse zu neuen Prüfverfahren sowie zu Öko- oder Recyclingbetonen. Letzterem Thema nahm sich etwa Birgit Achleitner, Forscherin mit Schwerpunkt Chemie bei Smart Minerals an. "Um natürliche Ressorcen zu schonen, werden industrielle Rohstoffe und Recycling-Gesteinskörner als alternative Rohstoffe bei der Herstellung von Beton eingesetzt. Dieser Ersatz darf sich allerdings nicht negativ auf Sicherheit und Qualität der Betone auswirken", erklärte sie.

Zahlreiche Vorzeigebeispiele

In der Praxis wird mit der thermischen Bauteilaktivierung gerade bei der Energieversorgung im Wohnbau ein neues Kapitel geschrieben. Deutlich wird das an zahlreichen Projekten im ganzen Land, darunter etwa ein Generationenhaus in Niederösterreich, eine Wohnanlage im 22. Wiener Gemeindebezirk oder das Einfamilienhaus H, von dessen Monitoring nun die Ergebnisse vorliegen und beim Kolloquium präsentiert wurden. Dabei werden Betonbauteile thermisch aktiviert, in Teile der Betondecke wird Windenergie, die zu günstigen Preisen eingekauft wird, eingespeichert und erst bei Bedarf genutzt. „Der Anspruch war simpel. Wir wollten ein normales Haus zu einem normalen Preis mit ökologischer und kostengünstiger Energieversorgung bauen", betonte Spaun, der sich mit den Ergebnissen des Monitorings zufrieden zeigte. „Die Versorgung der Wärmepumpe erfolgte zu 80 Prozent aus Überschüssen des Windstroms, in den Räumen selbst herrscht angenehmer Temperaturkomfort. Selbst an den heißesten Sommertagen blieb die Raumtemperatur unter 26 Grad Celsius." 

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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