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Volumenfrage

03.10.2017

Der Auftragnehmerkataster Österreich und TU Wien ermittelten das Volumen öffentlicher Aufträge.

Öffentliche Aufträge gewinnen immer stärker an Bedeutung, allein im August wurden nach Statistiken des Auftragnehmerkataster Österreich (Ankö) hierzulande 820 Ausschreibungen veröffentlicht. Das entspricht einem Plus von 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotzdem gab es aber bisher international und national wenig zuverlässige und systematisch erhobene Daten zum Vergabemarkt. Um diese Lücke zu füllen, hat der Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik der TU Wien unter Leitung von Johann Bröthaler im Auftrag des Ankö erstmals für Österreich eine umfassende Studie erstellt. Das Ergebnis: Der Vergabemarkt ist deutlich größer als bisher angenommen. Gingen Statistiken der EU und beispielsweise auch der OECD bisher von einem Vergabevolumen von rund 13 Prozent des heimischen BIP aus, müsse man hingegen vielmehr von rund 18 Prozent ausgehen. Insgesamt werden von 7.700 öffentlichen Auftraggebern jährlich zuletzt mehr als 60 Milliarden Euro vergeben, davon waren 2016 rund 37 Prozent Bauaufträge. Wie die Studie ebenfalls zeigt, sind im Vergabebereich Daten aber oftmals nicht oder nur in schlechter Qualität verfügbar. Deshalb griff man auf zwei Datenquellen zurück: zum einen auf die Ausgaben in Budgets öffentlicher Stellen. Ergänzt wurden diese Ergebnisse zum anderen mit den Daten, die von öffentlichen Auftraggebern über Bekanntmachungen selbst veröffentlicht werden. Vor allem hier sind die Daten oft unvollständig.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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