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Die Großinsolvenz ist unter anderem auf dem Sitzenbleiben der Kosten für das spektakuläre Kuppeldach des Louvre Abu Dhabis zurückzuführen.

Waagner-Biro AG ist insolvent

31.10.2018

Der Anlagenbauer Waagner-Biro AG ist pleite. Das Unternehmen hat Schulden in der Höhe von knapp 28 Millionen Euro. 

Die Waagner-Biro AG hat den Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. „Beantragt wird eine Sanierung ohne Eigenverwaltung", bestägtigt Gerhard Weinhofer vom Creditschutzverband. Den Aktiva von rund 4,9 Millionen Euro stehen Passiva von 27,3 Millionen Euro gegenüber. Es sind 45 Arbeitnehmer und 80 bis 100 Lieferanten betroffen. Die Insolvenzursachen liegen in der Insolvenz der Stahlbau-Tochter SBE Alpha AG und der damit verbundenen Liquiditätssitutaion der Holding. 

Schritte zur Neustrukturierung

 Die Vorstände Thomas Jost und Martin Zinner haben bereits alle Funktionen innerhalb der Waagner-Biro Gruppe mit Ausnahme jener in der SBE Alpha AG zurückgelegt. Auf sie folgen Alexander Liaunig als Vorstand der Waagner-Biro AG und der Waagner-Biro Austria Stage Systems AG sowie Bernhard Chwatal als Vorstand der Waagner-Biro AG und der Waagner-Biro Bridge Systems AG. Karl Grabner wurde zudem zum Vorstand der Waagner-Biro Bridge Systems AG bestellt. 
Zudem holt Waagner-Biro den Unternehmer Erhard Grossnig an Bord. Er soll die Waagner-Biro Austria Stage Systems AG - vorbehaltlichder Zustimmung des Insolvenzverwalters - übernehmen und sanieren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.Für die Waagner-Biro Bridge Systems AG wird weiterhin eine Fortführung angestrebt – dazu laufen noch intensive Gespräche.
Zudem werden 25 Mitarbeiter der Waagner Biro AG, vorbehaltlich deren Zustimmung, in die operativen Töchter übernommen. Mit diesem Schritt wird gewährleistet, dass die einzelnen Töchter für den operativen Betrieb über eine vollständige Organisationsstruktur verfügen.
Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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