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Transparenz:

Ausreichend:

Wäre eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung für alle Baustoffe sinnvoll?

Bei den Herstellern massiver Baustoffe ist das längst Standard. Die CE-Kennzeichnung macht klar, in welchem Werk, wann und wie jeder Ziegel produziert wurde. Rohstoffe werden regional abgebaut und die Ziegel meist im Radius von 80 Kilometern von den Werken entfernt verarbeitet. Massivbaustoffhersteller sind ein Beschäftigungsmotor im ländlichen Raum. Die Herkunftsbezeichnung soll nicht beim höchsten Beitrag zur Wertschöpfungskette beginnen, sondern beim Rohstoff. Er soll nicht aus fernen Ländern importiert werden, die Herkunftsbezeichnung nicht erst bei der Bearbeitung beginnen: Dieser legale Etikettenschwindel ist ein für die Ökologie unhaltbarer Zustand. Dazu hängt man sich das irreführende Mäntelchen der CO2-Neutralität, Klimaschonung und Nachhaltigkeit um. Unsere Ziegel sind mit einer Bezeichnung versehen, die Herkunft und ökologischen Fußabdruck transparent macht.

Markus Pichler, Geschäftsführer, Ziegelwerk Pichler Wels

An und für sich haben wir ja die CE-Zertifizierung. Die Herkunft eines Ziegels ist nachvollziehbar, aber bei einer zusätzlichen Rohstoffkennzeichnung müsste man jedes Teil analysieren, ob wirklich drin ist, was drauf steht. Natürlich wird mit der Internationalisierung der Wirtschaft auch vieles importiert, das nicht unseren Qualitätskriterien entspricht. Ich denke, dass es zwar dem Zeitgeist geschuldet ist, wenn immer neue Kennzeichnungen und Zertifizierungen gefordert werden. Es läuft aber nur auf Marktbeschränkungen hinaus, mit denen große Unternehmen besser umgehen können als kleine. Wir haben leider verlernt, uns selbst zu beschränken und Maß zu halten, und damit vieles schaffen müssen, um zu regulieren. Das alles wird uns aber im Endeffekt nicht dienlich sein. Wir müssen uns darauf besinnen, dass Wirtschaft nur dem Menschen dienlich sein kann – nicht umgekehrt.

Werner Jungwirth, Geschäftsführer, Betonwerk Jungwirth

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