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Weitreichende Veränderungen bei Saint-Gobain

26.11.2018

Saint-Gobain will seine Bauhandelssparte verkaufen. Was sich innerhalb des Konzerns sonst noch ändert, lesen Sie hier.

Saint-Gobain kündigte einen weitreichenden Umbau innerhalb des Konzerns an: Neben dem Verkauf der Bauhandelssparte soll auch die Organisation vereinfacht werden.

Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain will sich von seinem deutschen Baufachhandel trennen. Ein Verkaufsprozess für das Geschäft sei eingeleitet worden, teilte der Konzern mit. Der Bereich umfasst elf Marken mit 220 Niederlassungen und kam 2017 auf einen Jahresumsatz von rund 1,9 Milliarden Euro.

Große Ziele

Für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten ändere sich zunächst nichts, erklärte das Management. Das Tagesgeschäft laufe unverändert weiter. „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit all unseren Stärken – unseren Mitarbeitern, unseren Marken und Regionen – sehr viel für einen neuen zukünftigen Eigentümer mitbringen“, erklärt Kåre Malo, designierter Chef der Sparte. Damit setzt der französische Konzern seine Verkäufe fort. Saint-Gobain hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2019 Geschäfte mit einem Gesamtumsatz von mindestens drei Milliarden Euro zu veräußern. Die französische Gruppe kommt insgesamt auf einen Jahresumsatz von knapp 41 Milliarden Euro (2017). Ebenfalls zum Verkauf gestellt wird das deutlich kleinere Geschäft mit Siliciumkarbid.

Signifikanter Stellenabbau

Zudem kündigte der Konzern einen weitreichenden Umbau an. Die Organisation soll erheblich vereinfacht werden, wie Konzernchef Pierre-Andre de Chalendar erklärte. Künftig soll es nur noch fünf Bereiche geben, Zwischenebenen werden herausgenommen. Damit erhofft sich der Konzern eine höhere Wettbewerbsfähigkeit, schnellere Entscheidungen und die Hebung von Synergien. So will Saint-Gobain zusätzlich 250 Millionen Euro sparen. Zudem soll die Profitabilität durch die schlankere Struktur bis 2021 deutlich verbessert werden. Dabei wird es dem Konzernchef zufolge auch zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommen. Ein „signifikanter“ Anteil von Stellen soll demzufolge wegfallen.

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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