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„Under and above the cities“

Vorteile auf der Hand

Wie ist qualitätsvolle Nachverdichtung im urbanen Raum möglich?

Global betrachtet wollen wir unsere Städte nicht mehr zu stark verändern, vor allem nicht das Stadtbild als prägenden Identifikationsfaktor. Gleichzeitig gilt es aber das Zusammenleben von  immer mehr Menschen zu organisieren, schließlich verzeichnen wir seit Ende des Zweiten Weltkrieges ein stetiges Wachstum von Großstädten um drei Prozent pro Jahr. Hier gilt es, den vorhandenen Raum möglichst effizient und qualitätsvoll zu nutzen, nämlich nach oben und nach unten. Geht man davon aus, dass Grünflächen sowie öffentlicher Raum immer mehr an Bedeutung gewinnen werden, so muss der Verkehr zwangsläufig unter die Erdoberfläche weichen. Dabei kann aber ohne weiteres – wie es London und Paris schon vormachen – in den Geschoßen bis zur Verkehrsebene der Platz für Geschäfts-, Logistik­flächen und Ähnliches genutzt werden. Die Nachverdichtung nach oben wird dem Wohnen zugeschrieben, wobei man auch hier Konzepte verfolgen muss, die über die bloße Aufstockung des Dachgeschoßes hinausgehen. Dies alles ist aber nur mit guten Konzepten und langlebigen Materialien möglich. Ein zukunftsträchtiger Weg wird sicher die Verbindung von Grau und Grün – Beton und Natur – sein.

Sebastian Spaun, Geschäftsführer VÖZ

In Deutschland wurde im Jänner 2018 die 100.000-Dächer-Initiative mit dem Ziel, neuen Wohnraum durch Nachverdichtung zu schaffen, gestartet. Umgelegt auf Österreich würde dies für rund 10.000 Dächer gelten. Dies würde den notwendigen Wohnungsbau in Städten mit angespannten Wohnungsmärkten positiv beeinflussen. Die immensen Vorteile von Aufstockungen im Vergleich zum Verbau der schwindenden innerstädtischen Flächenreserven liegen auf der Hand. Es wird kein zusätzliches Bauland benötigt, Grünflächen bleiben unversiegelt. Die vorhandene Infrastruktur kann mitbenutzt werden. Da keine Grundstücksflächen benötigt werden, entfallen die Grund- und Erschließungskosten.
Durch den Einsatz von Leichtbau wird die Bauzeit kurz gehalten. Durch die Einsparung von Trocknungszeit ist die Bauzeit um rund 50 Prozent kürzer. Die neugeschaffenen Objekte können schneller benutzt und die Ausgestaltung der neu entstandenen Fläche kann den jeweiligen Bedürfnissen der Nutzer flexibel angepasst werden.

Ingrid Janker, Geschäftsführerin Knauf GmbH

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