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Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Grünen Planungssprecher Christoph Chorherr präsentierten die Details der Novelle.

Wiener Bauordnung: Alles neu oder doch nicht?

10.04.2018

Wien saniert seine Bauordnung. Welche Änderungen geplant sind und was die Branche dazu sagt, lesen Sie hier.

Zwei Jahre haben die beiden Wiener Regierungsparteien die neue Bauordnung verhandelt. Nun konnten Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Planungssprecher Christoph Chorherr das Ergebnis präsentieren. „Die Novelle umfasst ein ganzes Bündel von Maßnahmen und Neuerungen, die zum leistbaren und umweltfreundlichen Wohnen, aber auch zum verbesserten Schutz historischer Gebäude beitragen“, erklärt Ludwig.

Fokus auf einfacheren Verfahren

Als einer der wichtigen Schwerpunkte der Novelle nennt er beispielswiese die Erleichterung für Bauvorhaben im Gartensiedlungsgebiet sowie bei Bauvorhaben der Bauklasse 1 mit einer bebauten Fläche bis maximal 150 Quadratmeter. Neben dem Entall einer mündlichen Bauverhandlung soll künftig auch die Bestätigung eines Ziviltechnikers nicht mehr notwendig sein. Häuslbauer sollen sich durch die Maßnahmen rund 8.000 Euro sowie einige Wochen Verfahrensdauer sparen.

Ziel: Baulandmobilisierung

Angesichts des großen Bedarfs an entsprechenden Flächen wird auch die Mobilisierung von Bauland forciert. Der Antrag auf Baulandumlegung soll dementsprechend bereits zulässig sein, wenn das Plandokument (Widmung „Bauland“) durch öffentliche Auflage kundgemacht wurde. Zudem können landwirtschaftlich genutzte Flächen etwa gegen entsprechende Entschädigung einfacher herangezogen werden.

Und auch in Bezug auf die Stellplatzverpflichtung sollen durch die Novelle wesentliche Erleichterungen kommen. Diese soll entfallen, solange man es sachlich begründen kann und ein Abstellplatz pro 100 Quadratmeter Wohnfläche vorhanden ist. Bei einer Sanierung mit Dachgeschoßausbau soll die Berechnung der Stellplatzverpflichtung künftig so erfolgen „dass keine Schlechterstellung zu der Regelung vor der Novelle 2014 besteht.“

Forderung gehört

In einer ersten Stellungnahme der WK Wien begrüßte Präsident Walter Ruck, selbst Baumeister und ehemaliger Landesinnungsmeister Wien, den Entwurf der Novelle. "Wir setzen uns seit Jahren für die Entbürokratisierung der Stadt in vielen Bereichen ein, weil sie ein Kostentreiber ist. Dass unsere Forderung gehört wird, sieht man jetzt bei der Bauordnungs-Novelle", so Ruck. Konkret begrüßt er die geplanten vereinfachten Verfahren für kleine Bauvorhaben, die den betroffenen Unternehmen künftig mehrere Wochen Arbeitszeit und einige tausend Euro ersparen werden. Auch die schnellere Mobilisierung von Bauland sieht Ruck positiv.

Lesen Sie hier im Detail, welche Neuerungen die Novelle der Wiener Bauordnung sonst noch mit sich bringt.

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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