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Wiener Nordostumfahrung: Lobautunnel erst 2025 fertig

12.10.2011

Der - nicht unumstrittene - Autobahntunnel unter der Wiener Lobau wird erst 2025 für den Verkehr freigegeben, der Baustart für das Megaprojekt erfolgt laut Asfinag 2018.

Der Tunnel ist Teil der Wiener Nordostumfahrung (S1). Er sollte laut den ursprünglichen Plänen schon längst in Bau sein. Die Gesamtkosten für die Umfahrung werden rund 1,8 Milliarden Euro betragen.

1,4 Milliarden Errichtungskosten
 

Den Löwenanteil davon schluckt erwartungsgemäß der Tunnel: Dessen Errichtungskosten wurden mit 1,4 Milliarden Euro beziffert. Der noch fehlende Teil des Umfahrungsringes wird in zwei Etappen gebaut. Zunächst wird zwischen 2014 und 2016 die rund zehn Kilometer lange, an der Oberfläche verlaufende Strecke zwischen Groß-Enzersdorf und Süßenbrunn realisiert. Erst dann folgt der Tunnel zwischen dem Knoten Schwechat und Groß-Enzersdorf. Dieser führt nicht nur durch das Naturschutzgebiet Lobau, sondern unterquert auch die Donau.

Nationalpark nicht beeinträchtigt

Die Wiener Nordostumfahrung - also der noch fehlende Teil des Regionenrings um Wien - ist 19 Kilometer lang. Der Tunnel selbst erstreckt sich über eine Länge von knapp neun Kilometern. Er wird großteils aus zwei getrennten Röhren bestehen. Negative Auswirkungen auf den Nationalpark Donau-Auen wird das Bauwerk nicht haben, versicherte der Asfinag-Vorstandsdirektor Alois Schedl. Und auch die Sicherheitstechnik entspricht laut Asfinag modernsten internationalen Standards.

(APA/mm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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