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Wienerberger hat sehr schnell reagiert und ein umfassendes Maßnahmenprogramm zur Bewältigung der Auswirkungen der Krise aufgelegt", sagt Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch.

Wienerberger AG mit guter Entwicklung im ersten Quartal

15.05.2020

Trotz eines starken ersten Quartals verzeichnet die Wienerberger AG erste negative Auswirkungen der Coronakrise. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet man mit einem Minus von 15 bis 20 Prozent.

"Das erste Quartal 2020 hat erneut bestätigt, dass wir unsere Position in den letzten Jahren massiv gestärkt haben", kommentiert Wienerberger Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch die Unternehmensentwicklung im Startquartal 2020. "Wir haben das richtige Set-Up, um die Krise zu meistern und unseren Wachstumskurs langfristig erfolgreich fortzusetzen." Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal 2020 um 2 Prozent auf 793 Mio. Euro (Vorjahr: 777 Mio. Euro). Diese positive Entwicklung wurde von der guten Nachfrage nach Produktlösungen in allen Märkten getragen. Der starken operativen Entwicklung standen erste negative Auswirkungen der Covid-19-Krise entgegen. Beim bereinigten EBITDA erreichte Wienerberger durch den starken Fokus auf innovative Produkte und die erfolgreiche Umsetzung weiterer Effizienzsteigerungsprojekte mit 105 Mio. EUR dennoch nahezu das Rekordvorjahresniveau (109 Mio. Euro).

Auswirkungen der Krise

Das starke operative Ergebnis wurde allerdings durch einmalige, nicht liquiditätswirksame Wertberichtigungen beeinträchtigt. Aufgrund der Covid-19-Pandemie war es notwendig, die Erwartungen in einzelnen Märkten entsprechend anzupassen, was im ersten Quartal 2020 zu Wertberichtigungen von rund 116 Mio. Euro führte. Der Großteil der Wertberichtigungen (94 Mio. Euro) entfällt auf die vollständige Firmenwertberichtigung in Nordamerika. Darüber hinaus wurden Abwertungen verschiedener Sachanlagen in ausgewählten europäischen Märkten vorgenommen (22 Mio. Euro). "Wienerberger hat sehr schnell reagiert und ein umfassendes Maßnahmenprogramm zur Bewältigung der Auswirkungen der Krise aufgelegt, mit besonderem Fokus auf Cash-Generierung, Kostenoptimierung, flexible Kapazitätsanpassungen und Sicherung weiterer Liquidität. Wir bauen auf eine starke Bilanz und konnten im Zuge der letzten Wochen unsere Finanzbasis mit weiteren Bankdarlehen stärken", so Scheuch. Gleichzeitig wurde die 4 Prozent Anleihe in Höhe von 300 Mio. Euro mit 17. April 2020 wie geplant getilgt und somit die größte Rückzahlung für dieses Jahr abgeschlossen. Nach Tilgung der Anleihe verfügt Wienerberger über liquide Mittel von rund 500 Mio. Euro.

Ausblick 

Wienerberger geht davon aus, dass das zweite Quartal 2020 aufgrund der Lockdowns in vielen Märkten am stärksten von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sein wird. Das Unternehmen rechnet aus heutiger Sicht damit, dass die Lockdowns sukzessive beendet werden und es langsam zu einem wirtschaftlichen Normalbetrieb kommen wird. Zusätzlich erwartet Wienerberger, dass ein Großteil der Regierungen neue Wirtschaftspakete als Reaktion auf Covid-19 verabschieden wird, was sich zukünftig positiv auf den Infrastrukturbereich auswirken könnte. Nach dem temporären Einbruch einiger Märkte durch Covid-19 und der damit einhergehenden äußerst schwierigen Einschätzung hinsichtlich möglicher Entwicklungen, hat Wienerberger verschiedenste Szenarien in Erwägung gezogen. Unter der Annahme, dass es in den Wienerberger-Märkten zu keinen weiteren Lockdowns kommt und sich die Nachfragesituation rasch wieder normalisiert, rechnet Wienerberger 2020 mit Marktrückgängen in der gesamten Gruppe zwischen 15 Prozent und 20 Prozent. In diesem Fall wird das bereinigte EBITDA bei 440-480 Mio. Euro zu liegen kommen. Aufgrund des anhaltend dynamischen Marktumfeldes werden wir regelmäßig über das Szenario informieren.

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