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Wirtschaft auf Wachstumskurs

14.02.2017

Trotz Unsicherheit durch weltpolitische Rahmenbedingungen wie die neue US-Regierung erwartet die EU-Kommission Wachstum in allen Ländern. Österreich dürfe mit einem BIP-Wachstum von 1,6 Prozent für 2017 und 2018 rechnen.

Die Eurozone bleibe auf Wachstumskurs, und das trotz politischer Stolperfallen im Superwahljahr 2017 (u.a. Präsidentschaftswahlen in Frankreich und Bundestagswahlen in Deutschland) und den anstehenden Brexit-Verhandlungen. So prognostiziert die EU-Kommission für 2017 ein Wachstum von 1,6 Prozent sowie einen Anstieg auf 1,8 Prozent im kommenden Jahr, wie die APA mit Bezug auf die Nachrichtenagentur Reuters und die von der EU-Kommission veröffentlichte Studie „Durch raue See navigieren“ meldet. 2016 betrug das Wachstum in der Eurozone 1,7 Prozent.

Österreich soll sowohl 2017 als auch 2018 mit einem Wachstum von 1,6 Prozent rechnen dürfen, wobei mit einer weiterhin (leicht) steigenden Arbeitslosigkeit auszugehen sei. Das Arbeitskräfteangebot verbessere sich jedoch durch die starke Migration aus anderen EU-Staaten sowie die steigende Zahl anerkannter Asylbewerber merklich.

EU-Kommissionsvize mahnt Schuldenbremse ein

Hinsichtlich der protektionistischen Töne aus den USA warnt die Kommission v.a. die Exportnation Deutschland vor erheblichen Risiken im Falle zunehmender Handelshemmnisse. Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici äußerte sich aber zuversichtlich, dass alle EU-Staaten ihre Leistung steigern werden. Auch das langjährige Sorgenkind Griechenland sei dabei, „eine Erfolgsgeschichte“ zu werden. Die Aussichten in den mit Haushaltsproblemen kämpfenden Euro-Ländern Frankreich und Italien könnten sich etwas bessern. In Frankreich, wo Anfang Mai das Präsidentenamt neu besetzt wird, könnte das BIP 2017 um 1,4 Prozent steigen. 

EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis mahnt die EU-Staaten, Reformen voranzutreiben. Angesichts der anziehenden Inflation dürften sie sich nicht zu sehr darauf verlassen, dass die für Konjunkturimpulse sorgende Geldpolitik der Europäischen Zentralbank „auf Dauer“ diesen Kurs halten werde. Gerade Länder mit einem hohen Haushaltsdefizit und hohem Schuldenniveau müssten diese Tendenzen weiter einbremsen, um widerstandsfähiger gegen „wirtschaftliche Schocks“ zu werden.

Einen positiven Trend v.a. hinsichtlich der Bauwirtschaft hat auch die WKO-Bundessparte Gewerbe und Handwerk zum Jahresbeginn gemeldet. So zeigte sich im Jahresvergleich Ende 2016 eine Aufwärtsentwicklung: Das Bauhauptgewerbe wuchs im letzten Quartal 9,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015.

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