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VÖB-Chef Gernot Brandweiner (am Mikrofon) ruft beim BIBM-Kongress in Madrid Verbandspartner und Teilnehmer auf, gemeinsam an einer „neuen EU-Industriestrategie“ zu arbeiten.

Wirtschaftsstandort Europa stärken

20.06.2017

Beim Kongress der Betonfertigteilindustrie zeigte Österreich Expertise in Sachen Nachhaltigkeit.

Mit dem Vorsatz, „Smarte und moderne Lösungen“ für die Herausforderungen der Branche zu finden, lud der Internationale Verband der Betonfertigteilwerke (BIBM) zum traditionellen Kongress nach Madrid mit 700 Teilnehmern. Der BIBM versammelt unter seinem Dach Mitgliedsfirmen aus 15 EU-Staaten, die etwa 170.000 Dienstnehmer beschäftigen und einen Gesamtjahresumsatz von etwa 24 Milliarden Euro aufbringen.

Fachwissen aus der Alpenrepublik

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Wobei, wie der Geschäftsführer des Verbandes der Österreichischen Beton- und Fertigteilwerke (VÖB), ­Gernot Brandweiner, feststellt, sich die heimische Industrie gut positionierte: „Mit gleich zwei wichtigen Vorträgen zu diesen Themen haben Experten aus Österreich gezeigt, welches Know-how wir haben und wie stark dieses international nachgefragt wird.“ So nennt er Sebastian Spaun, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, und Christian Kastner, der die Firma Habau vertrat: Sie zeigten auf, wie die Kraft von Wind und Sonne zur Verbesserung der Energiebilanz genutzt werden können.

Industrie als „Eckpfeiler" der EU"

Im Habau-Fertigteilwerk in Perg etwa wurden laut Kastner in einer vollsolaren Industriehalle bereits mehr als zwei Gigawattstunden an Wärme erzeugt und damit eine enorme Menge fossiler Energieträger eingespart. 400 Einfamilienhäuser könnten damit, so Kastner, ein Jahr mit Warmwasser und Heizung versorgt werden. Der BIBM wählte mit Claus Bering auch einen neuen Verbandspräsidenten, er ist CEO des Baustoffproduzenten CRH in Dänemark. Bering will für eine ausgeglichene Wettbewerbssituation sowie eine stabile und wirtschaftsfreundliche Gesetzgebung auf EU-Ebene kämpfen. Der Verband bemüht sich darum mit 124 weiteren Lobby­ingorganisationen bei der EU-Kommission. Auch Brandweiner ist sicher: „Europa als Wirtschaftsstandort zu stärken und besser zu positionieren sollte unser gemeinsames Ziel sein.“ Die Industrie sei „ein Eckpfeiler der EU“ und Grundlage für den Wohlstand. „Deswegen ist eine neue EU-Industriestrategie dringend notwendig.“

Autor/in:
Bernhard Madlener
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