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v.l. Architekt Johann Traupmann, Linzer Infrastrukturstadtrat Markus Hein, Giwog-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Modera, Knauf Geschäftsführerin Ingrid Janker und Geschäftsführer der KMH GmbH Otto Ordelt diskutierten über die Zukunft des urbanen Wohnens.

Wohnbau-Eventreihe erfolgreich in Linz fortgesetzt

13.11.2018

Bei der bereits zweiten Veranstaltung der von Knauf und Knauf Insulation veranstalteten Event-Reihe „Leichter-Höher-Schneller“ erörterten hochkarätige Referenten Themen wie Nachverdichtung, modulares Bauen und moderne Stadtplanung.

Ende Oktober folgten  zahlreiche oberösterreichische  Bauträger, Architekten, Planer und Bauunternehmer der Einladung von Knauf und Knauf Insulation in das Linzer Kunstmuseum  Lentos, um über die Zukunft des urbanen Wohnbaus zu diskutieren. In ihrer Eröffnungsrede widmete sich Knauf Geschäftsführerin Ingrid Janker der weltweit rasant voranschreitenden Verstädterung.  Es gäbe immer mehr Menschen, die in der Stadt wohnen wollen. Nicht immer müsse es jedoch ein neues Hochhaus sein. „Besonders die Aufstockung von Bestandsgebäuden hilft, den Verbrauch großer Freiflächen zu minimieren und gleichzeitig die Erschließung neuer Verkehrsflächen zu vermeiden. Zudem wird die gesamte energetische Sanierung der aufgestockten Gebäude vorangetrieben“, erläuterte Janker.

Vorzeigebeispiel

Der oberösterreichische Landeshauptmann Manfred Haimbuchner stellte leistbares Wohnen in den Mittelpunkt seiner Rede. Laut ihm müsse man sich die Frage stellen, was das Vernünftigste sei, um leistbares Wohnen zu garantieren. Nachverdichtung sei sicherlich eine Lösung, auch bei Neubauten. „Aufgrund immer weniger zur Verfügung stehender Grundstücke müssen wir in die Höhe bauen. Dazu gehört aber auch Mut“, so Haimbuchner. Er hob auch hervor, dass das Land Oberösterreich die höchste Sanierungsförderung in Österreich habe. Aber auch im Neubau zeigte Architekt Johann Traupmann, bekannt durch den futuristisch anmutenden ÖAMTC-Neubau in Wien,auf, wie man die Anforderungen des Bauherrn baulich bestmöglich umsetzen kann. „Primär ist die ÖAMTC-Zentrale ein wirklich funktionierender Kommunikationsraum geworden und alle Einheiten dieser Organisation sind nun in einem Gebäude vertreten. Trockenbau half hier bei der gelungenen Umsetzung, auch hinsichtlich des Brandschutzes, Schallschutzes und der Akustik.“

Nachverdichtung im Bestand

Leistbares Bauen mithilfe modularer Bauweise demonstrierte Otto Ordelt, Geschäftsführer der KMH GmbH. In nur zwei Wochen könne ein zweistöckiges Gebäude mit zwölf Wohneinheiten errichtet werden. Wie man die gesteigerte Wohnungsnachfrage in Ballungsräumen besser bedient, zeigte Wolfgang Modera von der Giwog, die Nachverdichtung im eigenen Bestand und auf eigenen Grundstücken forcieren. „Durch die Erhöhung der Dichte können Gemeinkosten anteilig reduziert werden. Es bedeutet aber auf jeden Fall eine Veränderung für die Betroffenen.“ Deshalb sei es hier wichtig, schon im Vorfeld durch gezielte Informationen Ängste zu nehmen und Aufklärung zu leisten.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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