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Ziegelmarkt hat die Wende geschafft

12.08.2011

Die heimische Ziegelindustrie wurde von der Krise ­besonders stark getroffen. Doch laut neuesten Marktdaten ist der Abwärtstrend vorbei – der Trend bei Umsatz und Preis zeigt in allen Segmenten eindeutig nach oben.

Für österreichische Ziegelhersteller lässt sich die Auswirkung der Krise ganz konkret beziffern: Um sieben Prozent ging der Branchenumsatz 2009 zurück. Doch Befürchtungen, dass sich diese Entwicklung auch 2010 fortsetzt, haben sich nicht bewahrheitet: Im Vorjahr betrug das Minus „nur“ noch 1,1 Prozent auf 129,4 Millionen Euro, konstatieren die Marktforscher Kreutzer Fischer & Partner (KFP) in ihrem aktuellen Branchenradar „Mauersteine in Österreich 2011“. Einer der Gründe dafür sei die schwache Nachfrage im Neubaubereich; der Rückgang im Objektbau sei weiterhin überdurchschnittlich hoch, so die Analyse. Dagegen gebe es im Bereich der Ein- und Mehrfamilienhäuser inzwischen eine stagnierende Nachfrage, und im Bereich der Zu- und Umbauten wieder positive Impulse.

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Es geht aufwärts
Ermutigend dagegen ist der Blick nach vorn. Bereits heuer soll der Analyse zufolge der Gesamtumsatz von 129,4 auf 137 Millionen Euro zulegen – ein Anstieg um knappe sechs Prozent. Im nächsten Jahr werden heimische Ziegelhersteller der Prognose zufolge 141 Millionen einnehmen. Das ist weniger als 2007, aber genauso viel wie im Vorkrisenjahr 2008.

Auch der Preis steigt. Kosteten Ziegel zwischen 2007 und 2010 rund 59 Euro pro Quadratmeter, sieht die Analyse hier für heuer im Jahresschnitt eine Verteuerung auf 60,51 Euro und nächstes Jahr auf 61,83 Euro. Bei allen alternativen Materialien steigt der Preis ebenfalls. Das teuerste Material bleibt Porenbeton mit heuer 105 Euro pro Quadratmeter.



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Kräftemessen der Kleinen
Das Kräfteverhältnis bei Mauersteinen bleibt bestehen: Den Löwenanteil der Marktanteile in diesem Segment hält weiterhin der Ziegel mit knapp 70 Prozent, den Rest teilen sich die alternativen Materialien Hohlblockstein, Porenbeton, Blähton und Holzmantelbetonstein. Wirklich spannend wird es, wenn man Ziegel weglässt und nur die Umsatzentwicklung alternativer Materialien anschaut. Hier haben heimische Hersteller mit Holzmanterbetonstein im Jahre 2007 am meisten umgesetzt: Dessen Umsatzkurve taucht durch die Krisenjahre durch und liegt 2011 wieder mit elf Millionen Euro vorn. Doch bei Porenbeton gestaltet sich die Entwicklung noch dynamischer: Noch vor vier Jahren bildete der Baustoff beim Umsatz das Schlusslicht unter den alternativen Materialien. Doch heuer wird Porenbeton gleichauf mit Holzmantelbetonstein liegen – und auch 2012 die Spitze nur knapp verfehlen.

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Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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