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Zukunftsweisend

13.11.2013

Mit zwei zentralen Forderungen bringt sich die Baulobby in die derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen ein: Die Investitionen in den Neubau bzw. die Sanierung von Wohnungen und Gebäuden sollen deutlich steigen und die staatliche Wohnbauförderung soll wieder zweckgebunden werden.

"Ziel muss es sein, dass die Wohnbaugelder wieder dort ankommen, wo sie ankommen sollen", betonte der Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und Nationalratsabgeordnete Josef Muchitsch. In den sozialen Wohnbau soll zudem eine Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich fließen. Neben der zusätzlichen Milliarde soll dem Positionspapier der Initiative Umwelt + Bauen zufolge die Wohnbaufördersumme, die im Zuge des Finanzausgleichs aus dem Bundesbudget in die Bundesländer fließt, von 2,8 auf drei Milliarden Euro aufgestockt werden. Die Gelder für die thermische Sanierung müssten bis 2016 von 100 auf 300 Millionen Euro verdreifacht werden, forderte Muchitsch als Sprecher des überparteilichen Zusammenschlusses von 15 Partnern aus dem Bau- und Umweltbereich. Auch bei den Bundesgebäuden solle eine Drei-Prozent-Sanierungsrate angestrebt werden.

 

Eine wesentliche Finanzierungshilfe wäre es auch, die Raumordnung bzw. die Bauvorschriften etwas zu entrümpeln, um die Baukosten zu senken. In Tirol wäre etwa eine Reduzierung der vorgeschriebenen Stellplätze im ländlichen Raum von drei auf einen je Wohneinheit sinnvoll, sagte Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel und kritisierte damit "eine der Spielwiesen der Länder". "Beim sozialen Wohnbau in Wien könnte man bis zu 300 Euro pro Quadratmeter sparen", meint Frömmel. Eine Wiedereinführung der Zweckbindung bei den Wohnbaugeldern könnten die Länder mit der auch dort dringend anstehenden Verwaltungsreform kompensieren, ist Muchitsch überzeugt.

 

"Das österreichische Wohnbaumodell hat sich bewährt, aber leider nimmt es niemand mehr ernst", sagte der Generaldirektor der s Bausparkasse und Vorstand der s Wohnbaubank, Josef Schmidinger. Die Länder und der Bund müssten ihre Verantwortung wahrnehmen. Leistbares Wohnen war im Wahlkampf in aller Munde. Nun müssten die Politiker auch etwas dafür tun.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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