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Zusammenarbeit als Erfolgsrezept

30.03.2005

Das steirische Baugeschehen wird dadurch geprägt, dass alle Institutionen bemüht sind, bei den anstehenden Problemen möglichst gemeinsame Lösungen zu suchen. Dieses erfolgreiche „Steirische Modell“ erläutert Landesinnungsmeister Frömmel an einigen Beispielen näher. Die Steirische Bauvorschau liefert für die Bauwirtschaft relevante Prognosen. Auf Initiative der Bauwirtschaft wird die Forschungsgesellschaft Joanneum Research in Graz beauftragt, zwei Mal jährlich eine Bauprognose abzugeben und diese einem Expertenkreis, gebildet aus Vertretern der öffentlichen Hand mit allen maßgeblichen Fachabteilungen, der Wohnbauwirtschaft, der Architekten- und Ingenieurkammer, der Sozialpartner und der Bauwirtschaft, zu präsentieren. „Dieser Bericht wird ausführlich diskutiert und gemeinsam darüber beraten, welche konkreten Schritte zur Steuerung des Baugeschehens vor allem im Hinblick auf eine Verstetigung des Konjunkturverlaufes gesetzt werden können“, erklärt Frömmel. Die Qualifizierungsoffensive Bau bewirkt Auftragsimpulse und Qualitätsverbesserungen am Bau. Als vor drei Jahren die Prognose für den Winter 2002/03 Grund zur Besorgnis gab, wurde vom damaligen Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl kurzfristig ein Beschäftigungsgipfel einberufen. Zwei konkrete Ergebnisse bilden nunmehr die Grundlage für positive Impulse, um eine bessere Winterbeschäftigung in der Steiermark zu ermöglichen. Einerseits gibt es die Winterbauoffensive, in der gewerbliche Bauprojekte durch einen verlorenen Zuschuss von zehn Prozent gefördert werden, wobei diese Projekte nachweislich in den Wintermonaten begonnen werden müssen. Im Rahmen der Winterbauoffensive wurden für den Winter 2004/05 allein 28 Projekte mit einer Fördersumme von 1,3 Millionen Euro genehmigt, was einer Winter-Beschäftigung von rund 800 Mitarbeitern in der Bauwirtschaft entspricht.
In der Qualifizierungsoffensive Bau treffen sich jährlich die Sozialpartner, das Land Steiermark, das AMS und die beiden Schulungsanbieter BFI und BauAkademie Steiermark zur Erstellung eines gemeinsamen Kursprogramms. Diese Kurse werden aus dem EU-Sozialbudget bzw. aus Mitteln des AMS gefördert und bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance, ihr Wissen auf den letzten Stand zu bringen und technisch-fachliches Know-how zu erwerben.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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