Direkt zum Inhalt

Zuversichtlich in die Zukunft

17.12.2010

Zum 18. Mal traf sich die Gewerkschaft Bau-Holz im November zum Gewerkschaftstag. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Gerechtigkeit hat Zukunft! Arbeit – Gesundheit – Einkommen – Bildung“.

Mehr als 450 Delegierte und Gäste haben in der FSG-Bundeskonferenz die geplanten Budgetmaßnahmen diskutiert. „Natürlich vertreten wir die Linie des ÖGB, wenn es darum geht, soziale Härten wie zum Beispiel bei Familien und bei Pendlern wegzubringen. Wichtig ist uns aber auch, dass Österreich die Maastricht-Kriterien der Verschuldung unter drei Prozent ehestmöglich erreicht. Nur so können wieder zusätzliche Impulse in verschiedene Bereiche gesetzt werden“, ist Johann Holper, Bundesvorsitzender, überzeugt.

Positive Aspekte
Als sehr positiv wurden vor allem die Investitionen von insgesamt 400 Millionen Euro in die thermische Sanierung hervorgehoben. Auch die 18 Milliarden Euro Investitionen in Infrastruktur bei Schiene und Straße wurden positiv bewertet. „Gerade für unsere Beschäftigten in den Bau- und Holzbranchen lösen diese geplanten Investitionen, trotz notwendiger Budgetkonsolidierung, Hoffnung auf Beschäftigung aus. Die von der Gewerkschaft Bau-Holz im Frühjahr 2010 gestartete überparteiliche Nachhaltigkeitsinitiative ,Umwelt + Bauen‘ mit weiteren 14 Partnern aus verschiedensten Organisationen aus Wirtschaft, Banken und Umwelt kann bereits erste Teilerfolge bei der Sanierung und Infrastruktur aufweisen“, betont Josef Muchitsch, Bundesfraktionsvorsitzender und Abgeordneter zum Nationalrat. Auch Josef Cap lobte die Zusammenarbeit und die Initiative Umwelt + Bauen: „Eine tolle Initiative – nicht nur Bauen, sondern sinnvolles nachhaltiges effektives Bauen – genau das brauchen wir“, ist Cap von dem Erfolg überzeugt.

Erfolgreiche Umsetzung
Als ein Höhepunkt der Konferenz galt unter anderem das Referat von Sozialminister Rudolf Hundstorfer. „Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit und das niedrigste Einsparungsvolumen beim Budget in ganz Europa – darauf können wir wirklich stolz sein“, so Hundstorfer. Zahlreiche der anwesenden Delegierten haben sich für die Tatsache bedankt, dass sich trotz Sparpakets zwei der vier geforderten GBH-Pensionsmaßnahmen mit der Reduzierung der Abschläge bei der Invaliditätspension und die Einführung einer Härtefallregelung im Budget wiederfinden. Dennoch gibt es immer noch offene Forderungen, und so wurde die Bitte geäußert, auch die noch offenen zwei GHB-Forderungen, die Anerkennung von Buak-Zeiten als Schwerarbeitszeiten und die Ausweitung des Zeitraums für den Erwerb von Schwerarbeitszeiten von den derzeit letzten 20 auf die letzten 30 Jahre aufzunehmen. Muchitsch betont außerdem: „Budgetmaßnahmen sind notwendig, aber auch sachliche und produktive Gespräche sind notwendig.“

Es gilt noch vieles zu tun
Die Bau-Holz-Gewerkschafter sind sich einig, dass auch in Zukunft noch viel Arbeit vor ihnen liegt. Allen voran nennen die Vertreter aus dem Programm bis 2014 die Herausforderung mit dem Öffnen des Arbeitsmarktes 2011, ein gesichertes bedarfsorientiertes Programm an Neubauwohnungen sowie weitere Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele. In insgesamt 33 Anträgen zu den Bereichen Arbeit, Soziales, Gesundheit, Einkommen, Bildung, Kollektivvertrag, Steuern und Pensionen werden Veränderungen und Verbesserungen eingefordert. Damit wurde ein breites Arbeitsprogramm der Delegierten für die nächsten vier Jahre beschlossen.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

News
15.03.2012

Wien (GBH/ÖGB). In der Bauwirtschaft ist die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) bei den Kollektivvertragsverhandlungen neue Wege gegangen, die sich nun sehr gut bewähren.

News
25.10.2010

Bundesinnung Bau, Fachverband Steine-Keramik, Gewerkschaft Bau-Holz und Global2000 bezeichnen 100 Mio. Euro-Aktion als wichtiges Signal für den Klimaschutz

Werbung