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ACR-Präsident Martin Leitl präsentiert den Jahresbericht 2018

Zuwachs bei FEI-Umsatz

14.06.2019

Die Austrian Cooperative Research (ACR) stemmte 2018 rund 18.500 Aufträgen. Gemeinsam erwirtschafteten die Institute einen Gesamtumsatz von 64 Millionen Euro und einen FEI-Umsatz von 22 Millionen Euro.

„Die ACR ist das wichtigste Netzwerk für die anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungslandschaft in Österreich", ist ACR-Präsident Martin Leitl überzeugt. "Weil sie Unternehmen, insbesondere KMU, dabei unterstützt, wirtschaftliche und technologische Herausforderungen zu meistern und Chancen – wie jene der Digitalisierung – für sich zu nutzen." Die aktuelle Bilanz für 2018 gibt ihm recht: Der Umsatz ist auf hohem Niveau stabil geblieben, wobei die FEI- Einnahmen auf knapp 22 Millionen gestiegen sind. Gemeinsam wickelten die ACR-Institute 18.500 Aufträge ab, 70 Prozent davon für KMU. Bei der Anzahl der Kunden liegt der KMU-Anteil sogar bei 76 Prozent. „Mit Know-how, Marktnähe und regionaler Verankerung, gelingt es der ACR sehr gut, branchenrelevantes Wissen in die Wirtschaft zu tragen und die FEI-Hürde bei kleinen und mittleren Unternehmen zu reduzieren“, so Leitl weiter. Rund 50.000 Stunden an gemeinnützigen Leistungen erbrachten die ACR-Institute im Jahr 2018 dafür.

Chancen der Digitalisierung nutzen

Der diesjährige Jahresbericht der ACR steht unter dem Motto „Digitalisierung“. Digitale Technologien verändern Prozesse, Entwicklungen und Strukturen rasant und nachhaltig. Das betrifft auch die Art, wie Innovationen entstehen. Die ACR-Institute begleiten KMU bei ihren Innovations- und Digitalisierungsbestrebungen, stellen ihnen umfangreiche Datenbanken und Plattformen zur Verfügung und bieten digitale Lösungen an. Um den Herausforderungen der Unternehmen in diesem Bereich noch besser Rechnung zu tragen, hat die ACR Ende 2018 den Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung“ initiiert. „KMU brauchen je nach Bereich, in dem sie tätig sind, einen unterschiedlichen Zugang zur Digitalisierung. Die ACR unterstützt sie dabei“, bringt es Martin Leitl auf den Punkt.

Brücken bauen und wissen teilen

Die ACR versteht sich jedoch nicht nur als starkes Netzwerk speziell für KMU, sondern auch als Brückenbauer, zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zwischen Leitbetrieben und KMU und zwischen dem internationalen und dem österreichischen Innovationssystem. So erfüllten ACR-Expertinnen und Experten 2018 rund 130 Lehraufträge an Universitäten und Fachhochschulen, wickelten 370 Forschungsprojekte mit Großunternehmen ab und arbeiteten mit 220 internationalen Partnern zusammen. „Ein wichtiges Ziel der ACR ist es zudem, Erkenntnisse aus Wissenschaft und Industrie auch den kleineren Unternehmen zur Verfügung zu stellen“, so Geschäftsführer Johann Jäger. Deshalb haben die Institute auch 700 Vorträge sowie 90 Schulungen mit 3.200 Teilnehmenden abgehalten.

Frauen in der Forschung

Ein wichtiges Zukunftsthema in der ACR ist auch die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit. „Natürlich sind wir noch lange nicht am Ziel, aber dass der Frauenanteil in der ACR im Vergleich zu anderen außeruniversitären Forschungsinstitutionen überdurchschnittlich ist, freut uns", so Jäger. 40 Prozent aller Beschäftigten sind Frauen, im Bereich Forschung und Entwicklung sind es 31 Prozent (Vollzeitäquivalent). 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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