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Zuwachs für Kärntner Bauwirtschaft

04.07.2005

Kärntens Bauwirtschaft, die bereits im letzten Drittel des abgelaufenen Jahres hervorragende Ergebnisse mit teils zweistelligen Zuwachsraten vorweisen konnte, schloss auch im ersten Quartal des Jahres 2005 nahtlos an diese erfreuliche Entwicklung an.

Nach einem Zuwachs des Bauproduktionswertes von 22,5 Prozent im Jänner und einem von 16,5 Prozent im Februar des heurigen Jahres, wurde auch im März 2005 bei einem nominellen Umsatz von 45,4 Millionen Euro ein Plus von 12,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt.

Trotz witterungsbedingter, temporärer Stilllegungen einzelner Baustellen in diesen drei Monaten, habe sich die Kärntner Bauwirtschaft entgegen dem Bundestrend sehr gut behaupten können. Bundesweit sei in allen drei Monaten eine Abnahme des Bauproduktionswertes verzeichnet worden (Jänner: - 1,2 Prozent; Februar: - 4,2 Prozent; März: - 8,5 Prozent).

13,6 Millionen Euro oder 30,0 Prozent des Produktionswertes wurden aus öffentlichen Aufträgen erwirtschaftet, 31,8 Mio. Euro oder 70 Prozent waren dem privaten Sektor zuzurechnen. Aus der Analyse nach Bausparten wird deutlich, dass die Bauwirtschaft Kärntens im März am stärksten durch die Ausweitungen im Tiefbau, der ein Umsatzplus von 15,1 Prozent eingebracht hatte, profitieren konnte (Österreich: - 7,1 Prozent). Der Hochbau entwickelte sich mit einem Plus von 9,2 Prozent ebenfalls sehr zufriedenstellend (Österreich: - 8,7 Prozent). Der Sektor der "vorbereitenden Baustellenarbeiten" konnte einen Zuwachs von 51,3 Prozent verbuchen (Österreich: - 16,6 Prozent).

Im Tiefbau lagen die Produktionswerte insbesondere in den Teilbereichen "Brücken- und Hochstraßenbau" (+ 78,2 Prozent), "Straßenbau" (+ 62,0 Prozent) sowie "Spezialbau und sonstiger Tiefbau" (+ 53,3 Prozent) sehr deutlich über den Vorjahresergebnissen.

Im Zeitraum Jänner bis März 2005 wurden im Kärntner Bauwesen nach vorläufigen Ergebnissen insgesamt 117,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres errechnet sich daraus eine Zunahme um 16,4 Prozent (Österreich: - 5,0 Prozent). Der Hochbau, der im ersten Quartal 77,4 Millionen Euro eingebracht hatte, lag um 3,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis (Österreich: - 10,3 Prozent), der Tiefbau mit einem Bauvolumen von 35,7 Millionen Euro konnte sogar um 48,9 Prozent zulegen (Österreich: + 4,6 Prozent). Die restlichen 4,2 Millionen Euro (+ 100,1 Prozent) entfielen auf vorbereitende Baustellenarbeiten (Österreich: + 4,8 Prozent).

Der Bundesländervergleich zeigt für das erste Quartal 2005 eine regional sehr unterschiedlich ausgeprägte Baukonjunktur. Neben den deutlichen Zuwachsraten in Kärnten (+ 16,4 Prozent) lag nur noch Salzburg im positiven Bereich (+ 1,8 Prozent). In den anderen Bundesländern mussten dagegen Rückgänge verzeichnet werden, wobei insbesondere Vorarlberg (- 22,0 Prozent), Tirol (- 19,0 Prozent) und Niederösterreich (- 10,0 Prozent) erhebliche Einbußen gemeldet hatten.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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