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Die derzeit geltenden Schwellenwerte in Tabellen zusammengefast von Heid Schiefer Rechtsanwälten (zum Vergrößern klicken). - Teil 1

Zwei Jahre länger

27.09.2016

Die Schwellenwerte-Verordnung wurde bis Ende 2018 verlängert.

Die derzeit geltenden Schwellenwerte in Tabellen zusammengefast von Heid Schiefer Rechtsanwälten (zum Vergrößern klicken). - Teil 2

Die wiederholte Verlängerung der Schwellenwerte-Verordnung bis 31. Dezember 2018 soll vor allem die regionale Wirtschaft zu Gute kommen. Mit der erstmals im Jahr 2009 erlassenen Verordnung wurden einige für die tägliche Beschaffungspraxis wichtige Schwellenwerte erhöht. So können seit dem Jahr 2009 zum Beispiel Aufträge im Bau-, Liefer- und Dienstleistungsbereich bis zu einem Auftragswert in Höhe von 100.000 Euro (exkl. USt) direkt an ein Unternehmen vergeben werden. Ohne Verlängerung der Verordnung wären Direktvergaben nur bis zu einem Auftragswert in Höhe von 50.000 Euro (exkl. USt) für öffentliche Auftraggeber bzw. 75.000 Euro (exkl. USt) für Sektorenauftraggeber zulässig.

Eine weitere wichtige Erleichterung betrifft die Möglichkeit für öffentliche Auftraggeber, im Baubereich bis zu einem Auftragswert in Höhe von 1.000.000 Euro auf das nicht offene Verfahren ohne Bekanntmachung zurückzugreifen. Ohne Verlängerung der Verordnung wäre diese Vergabeverfahrensart beim öffentlichen Auftraggeber nur bis zu einem Auftragswert in Höhe von 300.000 Euro (exkl. USt) zulässig.

Nutzen gegeben

"Die Schwellenwerte-Verordnung ermöglicht eine unbürokratische und rasche Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Alle Beteiligten sparen sich Zeit und Geld, vor allem für Länder und Gemeinden verringert sich der Verwaltungsaufwand", sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Darüber hinaus sichert die Verlängerung um 24 Monate Stabilität und Kontinuität und ist damit auch ein positives Konjunktursignal."

Erfahrungen zeigen, dass die Schwellenwerte-Verordnung im Schnitt zu einer Verkürzung der Dauer der Vergabeverfahren um zwei bis drei Monate führt, in Einzelfällen sind die Verfahren sogar um bis zu fünf Monate kürzer. Dazu sinken die Verfahrenskosten um bis zu 75 Prozent, in komplexeren Fällen sogar um mehr als 90 Prozent. "Durch schnellere Verfahren kommen die Unternehmer auch schneller zu ihrem Geld, mit dem sie Wachstum und Beschäftigung in Österreich sichern", bekräftigt Mitterlehner.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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