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Gründerzeit-Schöne in der Nähe von Graz erwacht nach vorbildlicher Sanierung aus dem Dornröschen-Schlaf. Dafür gab es vom Verein Denkmal Steiermark einen Würdigungs-Preis.

Bravo für eine vorbildliche Sanierung

09.07.2018

Nach vielen Jahren der Vernachlässigung und des nahenden Ruins wurde die Villa Annenheim in Gratwein (Stmk.) von Grund auf restauriert. Zum Einsatz kamen Produkte für die Baudenkmalpflege aus der Histolith-Serie. Für die gelungene Revitalisierung gab es jetzt einen Würdigungspreis.

Freigelegter Schablonen-Dekor im Treppenaufgang. Alle anderen Innenwände bekamen einen Anstrich mit dem Histolith Produkt Bio-Innensilikat.
Beeindruckende restaurierte Kassettendecken.

Es war einmal … eine elegante Gründerzeit-Villa in der Nähe von Graz. Von 1907 bis 1909 von Zimmermeister Andreas Hois errichtet, folgten in den nächsten 100 Jahren etliche Besitzerwechsel, Prunk und Ruhm, Abstieg und Ruin. Ihre Schönheit und Eleganz verblasste mit den Jahren. Mehr noch: aus der noblen Villa wurde ein heruntergekommener Schandfleck. Was blieb, war die Innen-Ausstattung und die Grundsubstanz – beides erheblich verludert, aber im Original erhalten.

Diesem Zerfall schaute Hans-Georg Popp etliche Jahre lang zu. Das Büro des Rechtsanwalts lag nämlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. 2015 erfüllte er sich seinen Traum, erwarb die denkmalgeschützte Villa und ging mit Verve und Akribie an die Restaurierung. Denn es bedurfte eines bautechnischen Kraftaktes, das Gebäude wieder auf die Beine zu bringen.

Fachleute in der Denkmalpflege halfen mit

Zwei Jahre dauerte die Sanierung. Dabei stand ihm auch das Bundesdenkmalamt zur Seite, beriet in Sachen authentische Sanierung, schlug Experten vor und zeigte Produkte für die Baudenkmalpflege auf. Bei der Restaurierung griff der Bauherr auf die Kenntnisse zahlreicher Fachleute aus der Region zurück. Unter anderem auf Brunhilde und Peter Meder – beide Fachleute für Restauration.

Popp trieb auch ein ganz persönlicher Bezug zum architektonischen Kleinod an. „Mein Urgroßvater Franz Gollopp hatte die Decken- und Holzarbeiten in der Villa durchgeführt.“ Diese wurden im Rahmen der Sanierung besonders sorgfältig wieder instand gesetzt und präsentieren sich jetzt sehr exquisit.

Wertvolle Holzzierarbeiten restauriert

Neben den Holzdecken und –treppen wurden auch die originalen Wiener Kastenfenster mit Rollläden und Betonfliesen frei gelegt. Beim Betreten des Gebäudes fallen sofort der mondäne Treppenaufgang und die wundervollen Kassettendecken auf sowie die Reste einer originalen Schablonenmalerei im Stiegenhaus zur Mansarde. Restauratorin Brunhilde Meder hatte diese Erinnerung an die Anfangszeit des Hauses wieder sichtbar gemacht.

Blickfang im Außenbereich sind Holz-Veranden mit handwerklich fein ausgearbeiteten Zierschnittmotiven. Bei einem Großteil der Holzteile – innen wie außen - kam eine Leinölfarbe aus der Histolith-Reihe zum Einsatz. „Das Produkt bietet einen natürlichen Holzschutz. Es wurde speziell für historisches Fachwerk, Holzschindeln und Holzverkleidungen entwickelt“, erklärt Christian Ofner, Histolith-Produkt-Experte (Synthesa Gruppe).

Historisches Fachwissen gefragt

Besondere Sorgfalt wurde bei der Fassaden-Sanierung an den Tag gelegt. Galt es doch, den ursprünglichen Charakter wiederzubeleben und dabei den Richtlinien des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Die Villa weist mit typischen Schmuckelementen des Historismus und des Jugendstils (Blattornamentik), Gestaltungselemente des beginnenden 20. Jahrhunderts auf. Ausgeführt wurde die Fassade vom Stuckateur Peter Sauer aus Judendorf in Rieselputz- und Quetschputzoptik. Das verlangte von den Ausführenden historisches Fachwissen, da auch die faschen-gerahmten Fenster mit zierlichen Brüstungen sowie Eckquader und pittoresken Schlusssteinmotiven aus Stuck wieder in den Originalzustand gebracht wurden. 

Hier kamen die Produkte Histolith Mineralin fein (eine feine, füllende Grund- und Schlussbeschichtung auf Silikatbasis) und Histolith Außenquarz (eine doppelverkieselnde Organosilikatfarbe für wetter- und farbtonbeständige Fassaden) zum Einsatz. Putzausbesserungen erfolgten mit Histolith Feinputz.

Für die vorbildhafte Restaurierung der Villa gab es jetzt vom Verein Denkmal Steiermark einen Würdigungspreis.

Die Denkmalschutzmarke Histolith vereint ein Komplettprogramm von Putzen, Farben, Anstrichen und Zusatzstoffen für die originalgetreue Restaurierung historischer Objekte.

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