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In akribischen Versuchsreihen wurden die Farbtöne der Euro-Noten nachempfunden.

Die Farbe des Geldes

27.10.2017

Ein Kunstprojekt der Ersten Bank mit Denkmalschutz-Farben am Wiedner Gürtel.

Die Farben wurden ungeachtet der bestehenden Besitzverhältnisse der Gebäude aufgebracht.
Das Kunstprojekt spiegelt sich auf dem gegenüber liegenden Erste Campus wieder.

Die Fassaden der Häuser zwei bis zehn am Wiedner Gürtel wurden mit verschiedenen Farben gestrichen, und zwar mit den Farben des Geldes: Grau für den Euro-Fünfer, Lila für den Euro-500er und so weiter. Für die farbenprächtige Gestaltung kam eine Sol-Silikatfarbe aus der Denkmalschutz-Reihe Histolith von Synthesa zum Einsatz.

Das Kunstprojekt Erste Bank läuft unter dem Motto „Der Canaletto Blick“. Dabei handelt es sich um ein Gemälde von Bernardo Bellotto, der unter dem Namen Canaletto bekannt wurde. Das Gemälde zeigt eine Perspektive der Wiener Innenstadt vom oberen Schloss Belvedere aus um die Mitte des 18. Jahrhunderts.

Von der Ersten Bank wurden zehn Künstlerinnen und Künstlern aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa eingeladen, dem „Canaletto-Blick“ im Rahmen eines „Kunst am Bau-Projektes“ zeitgenössische Blickweisen hinzuzufügen.

Einer der eingeladenen Künstler war Marcus Geiger. Er ließ die Fassaden der Häuserzeile, die unmittelbar dem 2015 fertiggestellten Erste Campus gegenüber liegt, in den Farben der sieben Euro-Banknoten „renovieren“. Die Farbgebung der einzelnen Fassaden folgt keiner Ordnung der Besitzverhältnisse und ignoriert bestehende Häusergrenzen. Geiger stellt mit seiner Intervention gewohnte Blickrichtungen in Frage.

Für die farbliche Gestaltung kam ein mineralisches Fassadenprodukt aus der Denkmalschutz-Reihe Histolith von Synthesa zum Einsatz. Die Farbnuancen der Beschichtung, den Farben der Euro-Banknoten nachempfunden, wurden in einem mehrstufigen Prozess und in akribischen Versuchsreihen entwickelt und umgesetzt. „Die Herausforderung dabei war, die Farbtöne so identisch wie möglich abzumischen, um so auf den ersten Blick die Euro-Farben zu erkennen“ erklärt Baudenkmalschutz-Konsulent von Histolith, Andreas Koch. Umgesetzt wurde das Projekt vom Wiener Malerbetrieb Macke.

Histolith Sol-Silikat, so der Name des verwendeten Produkts, vereinigt die Vorteile der bewährten Silikatfarben und der Silikonharzfarben in sich. Sie ist sowohl für mineralische Untergründe als auch für die Überarbeitung von Dispersionsfarben und Silikonharzfarben geeignet. „Das Material ist wunderbar zu verarbeiten und sorgt mit seiner fleckenfreien Austrocknung für gleichmäßige Farbintensität“, beschreibt Macke-Geschäftsführer Herbert Schmied die Eigenschaften des Produktes, das im speziellen für die Anwendung im Baudenkmalschutz entwickelt wurde. Der Zusatz von Lithiumwasserglas verhindert darüber hinaus weitgehend Pottasche-Ausblühungen. Der mineralische Anstrich sorgt auf den Gebäuden für langjährige Farbbrillanz.

Autor/in:
Redaktion Color
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