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Speziell für die Gebäudetechnikindustrie und den Fahrzeugbau wurden besonders leistungsstarke Klettverschlüsse entwickelt. Sie sind nicht nur beständig, sondern halten auch enorme Temperaturen und Lasten aus.

Europas erste Recycling-Fassade

26.06.2018

Ein Fassadendämmsystem ohne Kleber, das sich in seinen Hauptbestandteilen recyceln lässt – dafür ist Sto für den Trigos 2018 nominiert.

Das geniale Klettsystem ist eine belastungsfähige, aber reversible Verbindung, die alle Anforderungen an die Fassade der Zukunft erfüllt.
StoSystain lässt sich einfach montieren sowie im Sinne der Nachhaltigkeit sortenrein trennen und wiederverwerten bzw. recyceln.

Nach intensiver Forschung entwickelte Sto in Kooperation mit der Technischen Universität Graz „Sto-Systain R“. Das europaweit erste Objekt mit der neuen Fassadentechnologie steht nun in Villach. Nach nur zehn Arbeitstagen war das Pilotprojekt abgeschlossen.

Ein Fassadendämmsystem ohne Kleber stellt einen Meilenstein in der Entwicklung nachhaltiger Fassadenlösungen dar. Das bestätigt auch die Nominierung für den diesjährigen Trigos. Beim Rückbau des Systems können die Systembestandteile wieder sortenrein getrennt und der Wiederverwertung zugeführt werden.

Pilotprojekt überzeugt

Als erstes Objekt wurde ein Gebäude am Betriebsgelände der Sto-Zentrale in Villach mit dem neuartigen System gemeinsam mit namhaften Fassadenunternehmen, wie dem Unternehmen Hofer aus Seeboden realisiert. In Süddeutschland und Salzburg ist das Sto-Projektteam bereits aktiv, um gemeinsam mit geschulten Facharbeitern weitere Pilotprojekte umzusetzen. Für 2018 sind Schritte in Richtung Marktreife geplant, um das System ehestmöglich einem sehr interessierten Markt zur Verfügung zu stellen.

Der Systemaufbau des patentierten Fassadendämmsystems ist in einem in die Fassade integrierten Schaukasten, direkt am Sto-Firmengelände in Villach, während der Öffnungszeiten zu besichtigen.

Trigos 2018

Seit 15 Jahren wird der Trigos jährlich ausgetragen und nominiert bzw. zeichnet vorbildhafte Unternehmen für verantwortungsvolles Wirtschaften aus. Ausgetragen wird die Auszeichnung von den Trägerorgansationen Caritas Österreich, Global 2000, Österr. Rotes Kreuz, Umweltdachverband, respACT, Industriellenvereinigung und WKO. Unterstützt wird die Auszeichnung zudem von Partner & Förderern.

Für den Trigos Award schickte Sto das Projekt ins Rennen und wurde bereits mit einer Nominierung belohnt: „StoSystain, das erste Fassadendämmsystem ohne Kleber, könnte die gesamte Branche auf den Kopf stellen. Wir haben ein System entwickelt, das dank Hochleistungsklett am Ende seiner Lebenszeit wieder in seine Hauptbestandteile trennbar und daher großteils recycelbar ist. Wegen des Verzichts auf Kleber war diese Neuentwicklung für uns nicht nur eine Sache von Innovationsgeist und Klimabewusstsein, sondern auch von großem Mut: Geklebte Fassaden sind im Moment Industriestandard. Sie sind unser Kerngeschäft. Mit StoSystain stellen wir die Grundlage aller Fassadendämmsysteme radikal in Frage. Wir denken das gesamte System neu, wir gehen neue Wege, wir finden dort Lösungen, wo vorher noch niemand gesucht hat. Was uns dabei antreibt, ist das Wissen um die begrenzten Ressourcen unseres Planeten. Denn der Verzicht auf Klebstoff ist ein Meilenstein in der Entwicklung eines recycelfähigen Fassadendämmsystems. Das alles – Innovationsgeist, Klimabewusstsein und Mut – macht einen Technologieführer und Klimapionier wie Sto aus. Genau wie damals in den 1960ern, als Sto die gedämmte Fassade als Innovation erfolgreich etablierte und zum Standard erhob, gehen wir 2018 wieder neue Wege und legen die Latte bei der Nachhaltigkeit erneut höher: Die recycelbare Fassade ist mit StoSystain Realität geworden“, sagt Walter Wiedenbauer, Geschäftsführer der Sto Ges.m.b.H.

„Die Sto Ges.m.b.H. leistet bereits mit ihrem Kerngeschäft, dem Wärmedämm-Verbundsystem, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die Fassade StoSystain beeindruckte die Trigos-Jury mit ihrer innovativen Kletttechnologie, da bei der Verarbeitung weniger Abwasser und Müll produziert wird und so wertvolle Ressourcen geschont werden. Die Sto Ges.m.b.H. hat uns mit einer mutigen, zukunftsorientierten Herangehensweise an die Herausforderung Ressourcenmanagement überzeugt und wir loben die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus anderen Sektoren zur Entwicklung dieses innovativen Produkts“, so Daniela Knieling, respACT-Geschäftsführerin und Trigos-Jurymitglied.

www.trigos.at

Autor/in:
Diana Danbauer
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