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Fassade im Camouflage-Look

05.09.2019

Für das Fleckerlmuster der neu gestalteten Hochhaus-Fassade des K4-Tower kam Fassadenfarbe von Synthesa zum Einsatz.

In den vergangenen Monaten wurden die Fassade, die Lobby und die Bürostruktur des K4-Towers in Wien nach den Plänen des Wiener Architekten Andreas Burghardt neu gestaltet.

Die neue Fassade wurde mithilfe von unterschiedlichen Graufarbstufen im Camouflage-Look umgesetzt. „Das Konzept war es, eine sehr technokratische, langweilige Gebäudestruktur und fade Lochfassade unter einem Tarnmuster zu verstecken. Dieses Muster täuscht das Auge, sodass die Lochfassadenstruktur weniger dominant ist“, sagt Architekt Burghardt.

Umgesetzt wurde die neue Fassade von der Firma Grafbau mit Sitz in Traiskirchen. Dazu musste die Fassade von der acht Zentimeter dicken Altdämmung aus Steinwolle und starken Putzschichten befreit werden. Als neuer Wandaufbau kam eine 20 Zentimeter dicke Mineralwolle-Dämmung, ein SH Reibputz von Capatect und als Abschluss eine Fassadenfarbe mit dem Namen CarboSol aus dem Hause Synthesa zum Einsatz. „Die Baustelle war reich an Hürden: die beengten Platzverhältnisse, die Gebäudehöhe, die schwierige Anlieferung von Material durch das verbaute Umfeld. Aber wir haben das mithilfe von Kränen, Silos, Pumpen und Liften gut hingekriegt“, so Christian Graf, Geschäftsführer der Grafbau.

„Insgesamt wurden rund 8.000 Quadratmeter Wandfläche erneuert. Dabei musste speziell bei der Verdübelung der WDVS auf die im Gebäude arbeitenden Büroangestellten Rücksicht genommen werden“, so Peter Albrecht, Synthesa Baumeister-Berater. Die Montagearbeiten sollten nur außerhalb der Bürozeiten erledigt werden. Dass die Sanierung von Fassaden im städtischen Bereich durch ein umfangreiches Normen-Regelwerk oft zum bürokratischen Spießrutenlauf wird, davon kann auch der hinzugezogene Bausachverständige Richard Puszter ein Lied singen, der das Projekt begleitete.

Eine besondere Herausforderung war auch die optische Gestaltung. Der Streifenanstrich in einem unregelmäßig angeordneten Graustufenraster entwickelte sich zu einer Sisyphus-Arbeit. Galt es doch, jeden Streifen nach einem CAD-Plan genau auszumessen. „Das war speziell bei den Fenstern und den Rollladenkästen eine heikle Angelegenheit“, sagt Christian Graf.

Autor/in:
Redaktion Color
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