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Kein Plastik an der Wand

04.03.2019

Zertifikat für Wandbeschichtung aus Ton

Nahezu alle gängigen Wandbeschichtungen enthalten nicht deklarierte Silikone. Mit dem neuen Prüfsiegel „Ohne Plastik“ will die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT) gewährleisten, dass Produkte, die als wohngesund und ökologisch gelten, wirklich frei von Kunstoffen in jeglicher Form sind.

Die ersten drei Produkte sind bereits zertifiziert worden, darunter ein Tonspachtel des österreichischen Herstellers Emoton. „Dieses Siegel unterstreicht, dass unsere Produkte völlig frei von Stoffen sind, die sich negativ auf das Raumklima auswirken“, so Geschäftsführer Norbert Kaimberger. Silikon wird Wandbeschichtungen häufig beigemengt, damit der Putz besser haftet. Das ist bei Ton aber gar nicht nötig. Das natürlich vorkommende Material besitzt aufgrund seiner Struktur von Haus aus sehr gute Haftungseigenschaften. Silikon würde dort sogar mehr schaden als nutzen, so Kaimberger: „Schon ein Anteil von nur drei Prozent hätte zur Folge, dass sich die Poren des Tons schließen. Die raumklimatischen Eigenschaften würden dadurch stark beeinträchtigt“.

Der zertifizierte, rein mineralische Wandputz „Area fein naturweiß“ besteht zum überwiegenden Teil aus weißer Tonerde. Die kann durch ihre poröse Struktur Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben – ein wirksamer Schutz vor Schimmel. Ton ist in der Lage, Luftschadstoffe – die beispielsweise Möbel, Vorhänge und Bodenbeläge ausdünsten – aufzunehmen und zu zersetzen. Das Material absorbiert zudem Gerüche und sorgt durch die Ionisation der Luft für einen Frischeeffekt. All das sind Aspekte, die maßgeblich zu einem guten Wohngefühl beitragen, sagt Kaimberger: „Die fünf bis zehn Millimeter zwischen Innenraum und Wandkonstruktion sind mit entscheidend dafür, inwieweit das Raumklima Gesundheit und Wohlbefinden fördert“. Plastikfrei ist besonders für eine antistatische Oberfläche entscheidend. Bei Oberflächen und Farben, die Kunststoffe enthalten, werden die vorbeistreifenden Staubteilchen statisch aufgeladen und bleiben somit länger in der Luft. Wenn die Wand antistatisch ist, fallen diese Staubteilchen früher zu Boden und somit ist die Luft merkbar reiner.

Autor/in:
Redaktion Color
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