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Künstliche Aufregung

26.06.2018

Die Sparte Gewerbe und Handwerk freut sich über die geplante Arbeitszeitflexibilisierung und kann die Aufregung seitens der Arbeitnehmervertretung nicht verstehen.

Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk begrüßt die geplante Arbeitszeitflexibilisierung dezidiert: „Ich kann die künstliche Aufregung der Arbeitnehmer-Seite nicht nachvollziehen.“ Vor allem die Freiwilligkeit betont die Spartenobfrau: „Es geht sicher nicht darum, permanent zwölf Stunden zu arbeiten, sondern um ein gemeinsames Miteinander und eine flexible Gestaltungsmöglichkeit“. Zudem betont sie, dass es sich dabei nicht um eine Einbahnstraße handle, sondern vielmehr alle Beteiligten davon profitieren würden. Im Arbeitsalltag wäre es laut der Unternehmerin nicht nur für die Betriebe und die Kunden, sondern auch für die Arbeitnehmer von Vorteil, da durch die flexiblen Arbeitszeiten ein höherer Verdienst und längere Freizeitblöcke möglich wären. „Am Verhältnis eins zu 1,5 wird sich nichts ändern, eine Arbeitsstunde wird weiterhin mindestens 1,5 Gutstunden wert sein. Die 11. und 12. Stunde sind grundsätzlich Überstunden mit Zuschlag“, betont die Obfrau, die auf ein Beispiel aus ihrem Betrieb verweist: Ist es möglich, ein Stromgebrechen noch am selben Tag zu erledigen, bedeutet dies etwa, dass der Mitarbeiter am Abend vier Überstunden verzeichnet, sich dafür aber etwa den Freitag im Gegenzug freinehmen kann. „Gewerbe und Handwerksbetriebe sind klassische Arbeitgeberbetriebe mit fünf bis neun Mitarbeitern. Chef und Mitarbeiter treffen auch weiterhin maßgeschneiderte Arrangements, die neue flexible Arbeitszeit ermöglicht beiden Seiten aber neue Lösungen“, ist Scheichelbauer-Schuster überzeugt.

Gute Zusammenarbeit

Dennoch besteht zwischen den Sozialpartnern im "Alltag" auch weiterhin eine gute Gesprächsbasis: "Die Kommunikation und das offene Gespräch, beispielsweise bei Kollektivverträgen, ist nach wie vor ein beispiellos gutes zwischen den Sozialpartnern", betont Reinhard Kainz, Geschäftsführer der Bundessparte Gewerbe und Handwerk.

Autor/in:
Diana Danbauer
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