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Lehre nach Matura

02.03.2018

Die Wirtschaftskammer Wien will mit der Kampagne zur Lehre nach der Matura gegen den Fachkräftemangel vorgehen.

Eine Studie von Ernst & Young lässt für den Wirtschaftsstandort Österreich in puncto Fachkräftemangel die Alarmglocken schrillen. 79 Prozent der Unternehmen haben Probleme bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften. 56 Prozent der Unternehmen verbuchen Umsatzeinbußen, weil sie keine geeigneten Fachkräfte finden. Der Fachkräftemangel ist seit geraumer Zeit ein großes Thema für die heimischen Betriebe. Die Wirtschaftskammer Wien glaubt einen erfolgversprechenden Lösungsansatz gefunden zu haben: „Das Maturazeugnis allein ist kein Garantieschein mehr für ein erfolgreiches Berufsleben. Wer jetzt zusätzlich noch eine Fachausbildung wie eine Lehre macht, hat jedoch hervorragende Chancen“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

855 der derzeit rund 12.900 Lehrlinge in Wiener Betrieben haben erst nach der Matura ihre Berufsausbildung begonnen. Eine Zahl, die in den letzten Jahren steigt – und auch künftig weiter steigen soll. Dass es noch deutlich Luft nach oben gibt, zeigt ein Blick nach Deutschland: Während in Österreich nur 2,2 Prozent der Maturanten eine praktische Berufsausbildung in einem Betrieb beginnen, sind es in Deutschland mehr als 27 Prozent. Die Wirtschaftskammer Wien startete deshalb mit Unterstützung des Stadtschulrates eine Werbe- und Informationskampagne, um Schülern diesen Karriereweg aufzuzeigen. In den nächsten Wochen werden diese Zielgruppen auf unterschiedlichen Kanälen angesprochen: Testimonials berichten in den sozialen Medien über ihre Erfahrungen, Broschüren und Unterlagen zum Thema werden in den Schulen verteilt. Neben Foldern für Betriebe, Eltern und Maturanten werden Werbeanzeigen für mobile Endgeräte und die Präsenz auf Berufsinformationsmessen zentrale Kanäle der Kampagne sein.

http://www.wko.at/wien/sicherezukunft

Autor/in:
Redaktion Color
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