Direkt zum Inhalt

Mehr Flexibilität und Sicherheit

09.12.2014

Anpassungen in der Sozialversicherung unterstützen vor allem EPU und KMU.

Im Sozialausschuss wurden Maßnahmen beschlossen, die den heimischen Unternehmern mehr Flexibilität und Sicherheit in ihrer Sozialversicherung bringen. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl: „Unternehmer sollen sich in erster Linie auf ihr Geschäft konzentrieren können. Dieses Maßnahmenbündel trägt dazu bei. Damit wird das Netz der sozialen Absicherung Selbständiger elastischer, aber auch sicherer. Vor allem Ein-Personen-Unternehmen und KMU profitieren von diesen von uns durchgesetzten Erleichterungen. Gerade in Zeiten der unsicheren wirtschaftlichen Lage brauchen unsere Betriebe möglichst flexible Lösungen wie diese, um beweglich zu bleiben und rasch reagieren zu können.“

Flexiblere Zahlungsmöglichkeiten, mehr Sicherheit

Konkret können Selbständige ab dem Jahr 2016 auf eigenen Wunsch die Beitragsgrundlage hinaufsetzen lassen. Leitl: „Das macht Betriebe flexibler, denn wenn einmal höhere Einkünfte zu erwarten sind, kann man freiwillig auch höhere Beiträge einzahlen.“ Die Option in die andere Richtung, also eine vorläufige Beitragsgrundlage bei tatsächlich geringen Einkünften (vorläufig) abzusenken, besteht nach wie vor unverändert.

Auch die monatliche Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge wird flexibler: Ab 2016 können Betriebe ihre Quartalsbeiträge auf Wunsch auch in monatlichen Teilbeträgen begleichen. Damit soll verhindert werden, dass es speziell bei Kleinstbetrieben und EPU zu Engpässen kommt, wenn die Quartalszahlung oder Verzugszinsen dafür anstehen.

Als dritte Maßnahme passierte die Überbrückungshilfe den Sozialausschuss. Dieses erst heuer gestartete, erfolgreiche Pilotprojekt der SVA soll nun ins Dauerrecht übernommen werden. „Wer unverschuldet in Not geraten ist, braucht rasche Hilfe. Deshalb sollen Unternehmer, die etwa von lang andauernder Krankheit, von Naturkatastrophen oder von der Pleite eines großen Auftraggebers unverschuldet getroffen werden, bei der Zahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge unterstützt werden“, so Leitl.

Autor/in:
Redaktion Color
Werbung

Weiterführende Themen

"Ein wichtiger Punkt ist die Frage, wie sehr ich über­leben will. Wenn man schon seit Jahren überlegt, etwas anderes zu machen oder den Betrieb zusperren will, ist der Wille, durchzuhalten und weiterzumachen, sicher gering", sagt Universitätsprofessor Jürgen Huber.
Aktuelles
21.04.2020

Universitätsprofessor Jürgen Huber über die Wege aus der Krise, die Vorteile von KMUs und durch die Corona-Krise beschleunigte Veränderungen.

Das Digital Team Österreich stellt KMU Software für Home-Office zur Verfügung.
Aktuelles
17.04.2020

Unter dem Motto "Wirtschaft hilft Wirtschaft" werden kostenlose digitale Werkzeuge für KMU zu Verfügung gestellt. Das Digital Team Österreich zählt bereits 100 Mitglieder.

Wie wär´s mit einer Küche oder neuen Möbeln nach der Krise? Eine aktuelle Umfrage hat das Konsumverhalten der Österreicher untersucht.
Aktuelles
14.04.2020

Eine aktuelle Umfrage hat erhoben, wie die Menschen nach der Coronakrise ihr Geld ausgeben wollen.  Auch Möbel stehen auf der Wunschliste der Konsumenten.

Mit verschiedenen Maßnahmen sollen Unternehmen Hilfe bei finanziellen Problemen aufgrund der Coronakrise erhalten.
Aktuelles
25.03.2020

Vom Härtefallfonds bis zu Steuerererleichterungen – Experten der WKO geben einen Überblick, mit welchen Maßnahmen Unternehmen finanzielle Hilfe bekommen können.

Branche
23.03.2020

In den letzten Tagen wurde das Kurzarbeitsmodell mehrfach überarbeitet und bietet für Arbeitgeber eine wirtschaftlich interessante Alternative zum Mitarbeiterabbau. Die wichtigsten Fragen sowie ...

Werbung